Keiner wird so oft gefoult wie Mirko Boland

Braunschweig  Eintrachts Mittelfeld-Spieler wurde diese Saison schon mehr als hundert Mal unsanft von den Beinen geholt.

Bayern Münchens Bayerns Nationalspieler Jerome Boateng (links) foult hier im DFB-Pokalspiel Mirko Boland.

Foto: Sebastian Priebe/regios24

Bayern Münchens Bayerns Nationalspieler Jerome Boateng (links) foult hier im DFB-Pokalspiel Mirko Boland. Foto: Sebastian Priebe/regios24

Es läuft Minute 37 im Fußball-Zweitligaspiel zwischen Aue und Eintracht Braunschweig. Mirko Boland wird von seinem Gegenspieler zu Fall gebracht.

Ein besonderes Foul: Zum 100. Mal in dieser Saison war Eintrachts Wirbelwind nur regelwidrig gestoppt worden. Damit liegt der 23 Jahre Außenbahnspieler ganz vorn in der Statistik der am meisten gefoulten Spieler der zweiten Liga.

Der Düsseldorfer Maximilian Beister (63), St. Paulis Finn Bartels (53), der Duisburger Daniel Brosinski (40) – allesamt ähnliche Spieler wie Boland – zählen nicht von ungefähr zu den ebenfalls sehr häufig gefoulten Profis in der Liga. „Ich wäre lieber der Spieler mit den meisten Vorlagen oder Toren “, sagt Boland. „Ich bin alles andere als ein Spieler, der auf Schwalben aus ist. Klar ist, ich suche den Zweikampf und den Körperkontakt“, tritt Boland Kritikern entgegen, die ihm vorwerfen, allzu leicht zu fallen.

„Mirko ist ein Spieler, der viel ins Dribbling geht. Zudem geht er in hohem Tempo in die Zweikämpfe“, beschreibt Marc Arnold. Der sportliche Leiter der Braunschweiger nimmt Boland zugleich gegen Vorwürfe in Schutz, dieser schinde Freistöße. „Da sind sicher auch Dinge dabei, die nicht zwangsläufig Foul sind, aber genauso oft gibt es strittige Situationen, in denen er kein Foul bekommt“, beschreibt Arnold die Zweikämpfe des 1,74-Meter-Mannes der sich häufig gegen weit größere und schwerere Kontrahenten behaupten muss. In Kopfballduellen beispielsweise sei er häufig unterlegen, auch weil die Gegner sich einfach bei ihm aufstützten.

„Wenn man mit Tempo kommt, bringt einen die kleinste Berührung aus dem Takt. Und ich bin nicht der Spieler von der Größe und vom Gewicht her, der locker stehenbleibt“, beschreibt Boland.

Ganz anders zum Beispiel als der Frankfurter Alexander Meier (1,96 Meter und 86 Kilogramm), der Gegenspieler im Zweikampf schon einmal abtropfen lässt. Erst 21 Mal wurde der Frankfurter Kapitän in dieser Saison gefoult.

Am Ende der Partie beim FC Erzgebirge standen übrigens drei Fouls an Boland auf den Statistikzetteln.

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