Eintracht siegt und verpflichtet Bicakcic

Ken Reichel gewinnt das Kopfballduell gegen den Magdeburger Maik Georgi. Julius Reinhardt (links) und Deniz Dogan (rechts) verfolgen die Szene.

Foto: Björn Possiencke 

Ken Reichel gewinnt das Kopfballduell gegen den Magdeburger Maik Georgi. Julius Reinhardt (links) und Deniz Dogan (rechts) verfolgen die Szene. Foto: Björn Possiencke 

Fußball-Zweitligist Eintracht Braunschweig hat im ersten Testspiel des Jahres eine Blamage verhindert. Beim 1. FC Magdeburg gewann die Mannschaft von Trainer Torsten Lieberknecht vor knapp 800 Zuschauern nach zweimaligem Rückstand noch mit 3:2 (1:2).

Der insgesamt verdiente Testspielsieg war die eine gute Nachricht des Wochenendes, als zweite folgte gestern die Verpflichtung von Abwehrspieler Ermin Bicakcic. Der 21 Jahre alte gebürtige Bosnier unterschrieb gestern nach der medizinischen Untersuchung einen Vertrag bis 30. Juni 2013. "Wir haben lange überlegt, ob wir einen Spieler holen. Ermin hatten wir seit längerem auf dem Zettel. Jetzt war die Situation so, dass ein Wechsel möglich war. Er soll uns helfen, weiter erfolgreich zu sein", erklärte Lieberknecht. Dass ein Spieler vom Bundesligisten VfB Stuttgart zu Eintracht wechselt, dürfen die Verantwortlichen auch als Anerkennung für ihre Arbeit sehen. "Die Jungs wissen, dass sie in einen ordentlichen Verein kommen und dass sie ihre Spiele bekommen", sagte der Eintracht-Coach gestern.

Da hatte er den holprigen Auftakt in Magdeburg schon weitgehend abgehakt. "Aller Anfang nach der zweiwöchigen Pause war schwer", stellte Torsten Lieberknecht fest. Sein Team schien noch gar nicht auf dem Platz im Heinrich-Germer-Stadion zu stehen, als Dennis Wolf in der ersten Minute die Führung für den Regionalligisten markierte.

Eintracht tat sich bei strömendem Regen und auf tiefem, glitschigem Untergrund trotz spielerischer Überlegenheit schwer gegen kompakt stehende Magdeburger. Auch Raffael Kortes Ausgleich (19.) brachte keine Ruhe und Souveränität ins Spiel, denn im Gegenzug traf Wolf zum zweiten Mal gegen den machtlosen Schlussmann Daniel Davari. "Die Gegentore dürfen nicht passieren. Ballverluste und Fehlerketten", hatte Lieberknecht jeweils vor den Magdeburger Toren beobachtet.

Nach der Pause und zehn Auswechselungen – nur Deniz Dogan spielte durch – wuchs die Dominanz des Zweitligisten. "Da hat man schon gesehen, dass wir die reifere Mannschaft waren. Die Jungs haben das Spiel angenommen und Moral gezeigt", sagte der Eintracht-Trainer. Domi Kumbela (82.) und Nico Zimmermann (89.), dessen Distanzschuss noch von einem Magdeburger abgefälscht wurde, sorgten mit ihren späten Treffern noch für den verdienten Erfolg.

Eintracht, 1. Hälfte: Davari – Petersch, Dogan, Turan, Theuerkauf – Vrancic – Raffael Korte, Kruppke, Boland – Fetsch, Merkel

Eintracht, 2. Hälfte: Petkovic – Gos, Washausen, Dogan, Reichel – Zimmermann, Reinhardt, Pfitzner, Gianluca Korte – Kumbela, Edwini-Bonsu.

Tore: 1:0 Wolf (1.), 1:1 R. Korte (19.), 2:1 Wolf (20.), 2:2 Kumbela (82.), 2:3 Zimmermann (89.)

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