Radikaler Schnitt bei Eintracht

Fußball-Zweitligist Braunschweig trennt sich einen Tag nach Trainerentlassung auch von Manager Holdorf

Beide ohne Job: Trainer Peter Vollmann und Manager Dirk Holdorf

Foto: Archivfoto

Beide ohne Job: Trainer Peter Vollmann und Manager Dirk Holdorf Foto: Archivfoto

Braunschweig. Mit einem radikalen Schnitt in der sportlichen Führung will Eintracht Braunschweig die schwere Krise in der 2. Fußball-Bundesliga beenden. Gestern trennte sich der Verein von Manager Dirk Holdorf. Tags zuvor hatte bereits Trainer Peter Vollmann nach der 1:2-Niederlage gegen den Karlsruher SC seinen Hut nehmen müssen. „Im Interesse von Eintracht Braunschweig ist es vernünftig, dass sich der Manager und Eintracht voneinander trennen“, sagte Vereinspräsident Gerhard Glogowski gestern.

Der Zweitligist müsse personell auf neue Grundlagen gestellt werden, die nötig seien, um die Zugehörigkeit zur 2. Bundesliga zu sichern. Die Trennung, so Glogowski, erfolge in beiderseitigem Einvernehmen und Interesse. Bis ein Nachfolger gefunden ist, soll Holdorf die Geschäfte weiter führen. „Wir waren uns der Lage bewusst. Wenn der Erfolg ausbleibt, gerät auch der Manager in die Kritik“, stellte Holdorf fest.

„Wir erwarten von den personellen Neuanfängen, dass ein Ruck durch die Mannschaft geht und dass dadurch eine sportliche Initialzündung gegeben wird“, erklärte Glogowski.

Die sportlich schwierige Situation, nach neun Spieltagen rangiert der Aufsteiger auf dem letzten Tabellenplatz, müsse möglichst schnell überwunden werden, forderte der Eintracht-Präsident. Der Traditionsklub, der bisher in fünf Heimspielen einen Zuschauerschnitt von fast 16 000 erreichte, ist für die Region zwischen Harz und Heide nach wie vor eines der großen sportlichen Aushängeschilder.

Die Suche nach den neuen sportlichen Führungskräften erklärte Glogowski zur Chefsache. „Wir sind dabei, aus einer Vielzahl von Angeboten die für Eintracht richtigen herauszufinden“, sagte er. Namen wollte der Eintracht-Präsident nicht nennen. Als Trainerkandidaten werden nach wie vor Uwe Erkenbrecher (Paderborn), Rudi Bommer (Burghausen), Uwe Reinders, Rainer Zobel und Frank Pagelsdorf (alle ohne Verein) sowie Bernd Krauss (zuletzt Saloniki) gehandelt.

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