Wurm-Verletzung schmälert EHC-Freude
Hauptsache drei Punkte – so lässt sich der 3:0 (1:0, 1:0, 1:0)-Heimsieg des EHCWolfsburg über Krefeld am Freitagabend zusammenfassen. Ansonsten nur Eishockey-Magerkost. Negativer Höhepunkt: Armin Wurm scheidet früh schwer verletzt aus.
Der Grizzly-Verteidiger zieht sich eine böse Unterschenkelverletzung (vermutlich Sprunggelenk) zu, ihm droht eine lange Pause. Das Verletzungspech reißt nicht ab. Die EHC-Tore schießen Matt Dzieduszycki, Christoph Höhenleitner und Benedikt Kohl – fast das einzig Gute an einem Match, das nur 1836 Zuschauer sehen wollen. Und dass Torwart Daniar Dshunussow seinen siebten Shut-out feiert, ist erfreulich.
Die Chronologie: Schmutziges Spiel im ersten Drittel, verursacht von den Gästen. Schon nach fünf Minuten setzt Krefelds Duncan Milroy an der Bande von hinten einen Check gegen Wurm. Der wird am Unterschenkel getroffen und sackt zusammen. Auf der Trage verlässt er die Arena. Der Check bleibt ungeahndet. Nicht die einzige strittige Entscheidung der beiden Hauptschiedsrichter an dem Abend. EHC-Trainer Pavel Gross tobt mehrfach.
Echte Torchancen bleiben Mangelware. Christopher Fischer mit einem „Blueliner“ in Überzahl (6. Minute) und Norm Milley (18.) zielen wenige Zentimeter vorbei. Maßarbeit leistet nur Dzieduszycki. Sein trockener Handgelenksschuss schlägt zum 1:0 (7.) ein. Von den Gästen kommt nichts Gescheites. Dafür stecken sie die Grizzlys mit ihrer nickeligen Spielweise an.
Im Rennen um einen Platz unter den ersten Zehn stehen die Krefelder schon mächtig unter Druck und versuchen es mit Härte. Einziger Höhepunkt im Mitteldrittel: Nach einer fragwürdigen Strafe gegen André Huebscher trifft der EHC durch Höhenleitner in Unterzahl. Marvin Degons Befreiungsschlag lässt Pinguin-Torwart Scott Langkow vor seinem Tor abtropfen. Doch statt eines Teamkollegen schnappt sich der von der Bank kommende Wolfsburger den Puck und tunnelt den angeschlagenen und schwachen Keeper zum 2:0 (30.).
Als Kohl nach Doppelpass mit Huebscher das 3:0 erzielt, ist die Partie entschieden. Sieben Sekunden vor Ende riskiert Dshunussow Kopf und Kragen und rettet das Zu-null-Spiel. Der EHC klettert dank der drei Punkte auf Platz4 und gastiert am Sonntag (18.30 Uhr) bei den Augsburger Panthern.



