Wurm erneut operiert, Ausfall droht
Wolfsburg Bitter für Armin Wurm: Der Verteidiger bleibt der Pechvogel des EHC Wolfsburg, musste erneut unters Messer. Martin Fous verlässt indes die Grizzlys.
Die neue Eishockey-Saison beginnt zwar erst in drei Monaten, aber den ersten personellen Rückschlag muss der EHC Wolfsburg schon hinnehmen. Verteidiger Armin Wurm musste am Donnerstag erneut operiert werden und fällt bis zu acht Wochen aus.
Das sagte EHC-Sportdirektor Charly Fliegauf. Wurm hatte sich am 20. Januar im Heimspiel gegen Krefeld einen komplizierten Bruch des Sprunggelenks zugezogen und seitdem kein Spiel bestritten. „Der Knochen ist an der Außenseite nicht 100-prozentig festgewachsen. Die Ärzte haben nun für die Korrektur etwas aus der Hüfte entnommen“, berichtet Fliegauf.
Sechs bis acht Wochen Pause drohen Wurm nun. Es sei möglich, dass er zum Saisonstart am 14. September nicht fit werde. Deshalb denken Fliegauf und Cheftrainer Pavel Gross darüber nach, die für einen noch zu holenden Außenstürmer gedachte Ausländerlizenz an einen Verteidiger zu vergeben. „Das wird die letzte Personalentscheidung, die wir treffen.“ Sie hängt stark von Wurms Heilungsverlauf ab.
Unterdessen meldete Zweitligist Crimmitschau die Verpflichtung von Martin Fous. Der Torwart war vergangene Saison die Nummer 3 des EHC und spielte mit einer Förderlizenz beim Oberligisten Kassel. Da es aller Voraussicht nach erneut kein diesbezügliches Kooperationsabkommen mit der 2. Liga geben wird, brauchen die Grizzlys einen neuen dritten Torwart. Fliegauf sucht „einen jungen Keeper zwischen 19 und 23 Jahren“, der bei einem Drittligisten spielen soll.
Ein interessanter Kandidat ist Andreas Jorde (21) vom EV Füssen. Aber auch Philip Lehr (19) aus der Mannheimer Talentschmiede (zuletzt an Bad Nauheim ausgeliehen) und Niklas Marschall (23) von Fliegaufs Heimatklub EC Peiting passen ins Anforderungsprofil.
Am Montag gibt die Deutsche Eishockey-Liga in München den künftigen TV-Partner bekannt. Im Rennen befanden sich bis zuletzt der bisherige Partner, Pay-TV-Sender Sky, und ServusTV. Der österreichische Privatsender ist auch in Deutschland frei empfangbar. Hinter ServusTV steht der Getränkehersteller Red Bull, der mit seinem Sponsoring-Einstieg beim EHC München den finanziell angeschlagenen Klub gerettet hat. Die Entscheidung ist hinter den Kulissen bereits gefallen. Zuletzt schien ServusTV die Nase vorn zu haben.



