Wochenende der Wahrheit: Tabellenspitze oder -keller
Vor einem richtungsweisenden Wochenende steht der EHC. Die Grizzlys müssen punkten, wenn sie sich nicht Sonntag auf dem vorletzten Platz der Deutschen Eishockey-Liga wiederfinden wollen. Dazu baut der Trainer den Sturm erneut um.
Pavel Gross stellt David Laliberté neben Norm Milley und Kai Hospelt. Dort spielte bislang Patrick Davis, der zurück in Reihe4 muss. Unverändert bleibt nur die derzeitige Parade-Reihe mit Center Tyler Haskins, Matt Dzieduszycki und John Laliberte. Letzterer kommt trotz einer Fußprellung gut zurecht. "Sein Zustand ist okay", sagt Gross.
Heute (Beginn 19.05Uhr, live auf Sky) reist der EHC zum Nord-Derby nach Hamburg. Die Freezers stehen auf Platz2 und haben das erste Duell in Wolfsburg 3:2 gewonnen. Am Sonntag (14.30Uhr, Eis-Arena) empfängt der EHC (26Punkte) als Noch-Siebter den Elften Krefeld (24). Bei den Pinguinen kassierten die Grizzlys mit 0:4 ihre bislang höchste Saisonpleite.
"Es ist ein wichtiges Wochenende für uns. Wir müssen Punkte sammeln, um den Anschluss nicht zu verlieren", fordert Sportdirektor Charly Fliegauf. "Wir verschließen nicht die Augen vor der Situation." Die Mannschaft eventuell nachzurüsten, schließt Fliegauf zumindest offiziell noch aus. "Ich bin der Meinung, dass noch mehr aus unserem Kader herauszuholen ist. Außerdem ist es auch immer eine wirtschaftliche Frage", erklärt er.
Im Tor steht heute erneut Daniar Dshunussow. Der ist in dieser Saison die klare Nummer1. Neuzugang Lukas Lang ist es noch nicht gelungen, seinem Teamkollegen entscheidend Eiszeit abzunehmen.
Nach dem jüngsten 1:2 gegen Düsseldorf legt Gross das Hauptaugenmerk auf den Sturm. "Nur zwei Gegentreffer zu bekommen, ist eine gute Voraussetzung zu punkten", sagt er. Nur ein geschossenes Tor sei aber nicht genug. "Ich erwarte von jedem ein bisschen mehr. Ich habe es nicht verboten, aufs Tor zu schießen. Wir müssen geiler darauf sein." Als Beispiel für Erfolg führt er die Siege gegen Nürnberg (5:1) und in Mannheim (5:4) an. "Da hat jede Reihe getroffen."
Der Vizemeister setzt sich mit inkonstanten Leistungen immer wieder selbst unter Druck. Bislang fand sich keine Lösung für das Problem. Fliegauf meint aber vielsagend: "Der Trainer hat noch Optionen."
