Wieder Mannheim – EHC-Heimserie gerissen
Wolfsburg Schwarzer Sonntag für den EHC Wolfsburg: Zur 1:3-Niederlage gegen Mannheim kamen zwei Verletzungsausfälle und das Ende der Heimserie hinzu.
Rückschlag im Kampf um einen Spitzenplatz: Eishockey-Vizemeister EHC Wolfsburg verlor am Sonntagnachmittag sein Heimspiel gegen den direkten Konkurrenten Adler Mannheim mit 1:3 (1:0, 0:2, 0:1) und rutschte von Platz 3 auf 4 ab. Außerdem riss die Heimserie.
Nach acht Erfolgen nacheinander unterlagen die Grizzlys erstmals wieder auf eigenem Eis. Kurios: Zuvor hatten auch die Mannheimer in Wolfsburg gewonnen (1:0 am 11. Dezember 2011). Die Grizzlys waren diesmal aber gut gestartet, obwohl auch noch Top-Stürmer Matt Dzieduszycki ausgefallen war und André Huebscher nach nur einem Wechsel auch verletzt raus musste. Nathan Paetsch (6. Minute) hatte die Grizzlys vor 3020 Zuschauern mit einem Powerplay-Tor 1:0 in Führung gebracht. Aber der EHC schlug zu wenig Kapital aus seinen Überzahlsituationen. 14 Minuten mussten die Gäste im ersten Drittel abbrummen, die Wolfsburger nur 2. Die besaßen gegen undisziplinierte und schmutzig spielende Adler sogar 1:15 Minuten 5:3-Überzahl.
Das Auslassen der Chancen rächte sich. Zu Beginn des zweiten Abschnitts nutzte Mannheims Doppeltorschütze Nick Dimitrakos das erste von zwei Orientierungsproblemen der Grizzlys zum 1:1 (22.). Nach einer halben Stunde Spielzeit entfachten die Gäste Dauerdruck aufs Tor des EHC, dessen Trainer Pavel Gross eine Auszeit nahm, um seine Spieler verschnaufen zu lassen.
Fast hätte anschließend Adrian Foster einen Schuss von Christoph Höhenleitner zur erneuten Führung abgefälscht (31.). Das Tor fiel aber auf der anderen Seite. Kein Wolfsburger ging hinter dem eigenen Kasten zum Puck. Der kam zu Dimitrakos. Mit dem Rücken zum Tor stehend umspielte er EHC-Keeper Daniar Dshunussow – 1:2 (34.).
Immerhin: Im Schlussabschnitt steckten die Grizzlys nicht auf. Erneut ließen sie aber drei Powerplays ungenutzt verstreichen. David Laliberté (46.) und Paetsch (55.) vergaben die besten Ausgleichschancen. Adler-Torwart Fred Brathwaite trieb die EHC-Profis schier zur Verzweiflung. Die Aufholjagd wurde jäh von einer Unterzahl gestoppt. Foster musste auf die Sünderbank, Mike Glumac nutzte das konsequent aus und lochte zum entscheidenden 3:1 (59.) für Mannheim ein.


