Wichtige drei Punkte im Kampf um die Spitze
Wolfsburg Der EHC Wolfsburg feierte einen 3:1-Arbeitssieg über Nürnberg und nimmt Kurs auf einen Top-4-Platz in der DEL.
Hart erkämpfte drei Punkte für den EHC Wolfsburg! Mit 3:1 (1:0, 1:1, 1:0) setzte sich der Eishockey-Vizemeister am Freitagabend zu Hause gegen die abgeschlagenen Nürnberg Ice Tigers durch und kletterte auf Platz 3. Aber: Die direkte Qualifikation fürs Play-off-Viertelfinale ist noch nicht 100-prozentig sicher.
Das vor dem Spieltag auf Platz 7 stehende Düsseldorf (5:2 in Berlin) punktete ebenfalls dreifach und überholte den Sechsten, Hamburg. Aber vor den letzten drei Hauptrunden-Partien haben die Grizzlys acht Punkte Vorsprung vor den nun siebtplatzierten Freezers. Neuer Spitzenreiter ist Ingolstadt (90 Punkte) vor Berlin (87) und dem EHC (85). Mannheim (84) verlor zu Hause 2:5 gegen Köln und fiel auf den vierten Rang zurück.
John Laliberte (17. Minute), Vincenz Mayer (24.) und 15 Sekunden vor Schluss Norm Milley mit dem erlösenden Schuss ins verwaiste Gästetor trafen vor 2281 Fans gegen Nürnberg für die Wolfsburger. Dusan Frosch (26.) hatte zwischenzeitlich auf 2:1 verkürzt gehabt.
Der EHC kontrollierte im ersten Drittel das Match. 15:4 lautete die Schussbilanz zugunsten der Grizzlys. Lediglich Alexander Oblinger (9. Minute) tauchte einmal frei vor dem Wolfsburger Tor auf. Aber Torwart Daniar Dshunussow war zur Stelle. Auf der anderen Seite besaß der EHC ein halbes Dutzend guter Möglichkeiten. Laliberte gleich drei, aber nur einmal ging der Puck ins Tor. Schlitzohrig verwandelte er mit der Rückhand. Einmal traf er zudem den Pfosten (19.).
Als Mayer nach einem Bina-Schuss zum 2:0 abfälschte, hätten die Grizzlys eigentlich ruhiger werden können. Doch einmal passten sie im Mittelabschnitt nicht auf – und keine zwei Minuten später fiel Nürnbergs Anschlusstreffer. Die Verteidiger standen zu hoch, Frosch dahinter ganz frei. Stephen Werner (27.) hätte nach Sebastian Furchners Traumpass in Unterzahl den alten Abstand wieder herstellen können – gehalten. Nur gut, dass die Ice Tigers anschließend 43 Sekunden 5:3-Überzahl nicht nutzten (28.).
Im Schlussdrittel vereitelte Dshunussow Nürnbergs einzige Top-Chance durch Yan Stastny (52.). Als die Gäste 20 Sekunden vor dem Ende den Torwart zugunsten eines sechsten Feldspielers rausnahmen, machte Milley den Sack zu.

