Wichtig: EHC gelingt wieder Drei-Punkte-Sieg
Wolfsburgs Grizzlys landen standesgemäßen 5:1-Erfolg über Schlusslicht Nürnberg in der Deutschen Eishockey-Liga.
Aufatmen bei den Grizzlys: Nach zuvor nur drei Punkten aus fünf Spielen gelang Eishockey-Erstligist EHCWolfsburg am Freitagabend ein verdienter 5:1 (1:1, 3:0, 1:0)-Heimsieg über Schlusslicht Nürnberg.
Benedikt Schopper, Patrick Davis bei seinem Comeback, Colin Beardsmore, Matt Dzieduszycki und David Laliberté schossen die Tore für den Vizemeister. Für die von Drittel zu Drittel schwächer werdenden Gäste war nur Yan Stastny erfolgreich. Dank der drei Punkte kletterten die Grizzlys auf Rang7.
Allerdings tat sich der EHC schwer zu Beginn und geriet verdientermaßen 0:1 (4.Minute) in Rückstand. Christopher Fischer hatte den Puck nicht aus dem eigenen Drittel gebracht, Stastny überraschte Torwart Daniar Dshunussow mit einem Beinschuss.
Auch dank dreier Überzahlspiele im Anfangsdrittel erarbeitete sich das Team von Trainer Pavel Gross aber langsam ein Übergewicht. Erst rettete Jamie Pollock noch gegen Dzieduszycki auf der Linie (16.). Schoppers Schlenzer schlug dann aber zum 1:1 (18.) im Ice-Tigers-Kasten ein. Dzieduszycki hatte Gästetorwart Andreas Jenike geschickt die Sicht genommen.
Was sich vor der ersten Pause angedeutet hatte, setzte sich im zweiten Drittel verstärkt fort. Der EHC entfachte ein Dauerfeuer aufs gegnerische Tor. Schlitzohrig nutzte Davis von hinter dem Tor die Hacken des Keepers als Bande – 2:1 (23.). Eine der wenigen Gästechancen entschärfte Dshunussow. Bei Dusan Froschs Sololauf (28.) verhinderte er den Ausgleich – eine Schlüsselszene.
Stattdessen schlug es noch zweimal auf der anderen Seite ein. Erst war es Beardsmore im Nachschuss (30.). Einbahnstraßen-Eishockey – die Gäste kamen gar nicht mehr raus aus ihrer Zone. Ihr Trainer Peter Draisaitl nahm eine Auszeit, um das Spiel zu beruhigen. Mit zweifelhaftem Erfolg. Es dauerte nur neun Sekunden, da flog Pollock wegen hohen Stocks gegen Davis vom Eis. Der Grizzly blutete im Gesicht – fünf Minuten+Spieldauerdisziplinarstrafe für Pollock. In Überzahl erhöhte Dzieduszycki auf 3:1 (38.) und traf kurz darauf den Pfosten.
Im Schlussdurchgang schaukelte der EHC den Sieg nach Hause. Und tat etwas für seine Powerplay-Statistik: Laliberté gelang bei 5 gegen 4 das 5:1 (49.).

