Werner: Mit Schlittschuh im Eis hängen geblieben
Im Interview: Der verletzte EHC-Center wird am Mittwoch operiert und spricht zuvor über seine Comeback-Pläne.
EHC-Profi Stephen Werner muss aufgrund einer Patella-Luxation an diesem Mittwoch unters Messer. Vor der Operation sprach der Stürmer des Wolfsburger Eishockey-Erstligisten gestern im Interview mit unserer Zeitung über Verletzung und Comeback-Pläne.
Herr Werner, wie geht es Ihnen?
Nicht so gut. Ich hatte mich vor dem Spiel am Sonntag gesund und stark gefühlt. Und dann passierte so etwas. Das ist schon frustrierend.
Sind Sie schon im Klinikum?
Ja, seit dem späten Nachmittag. Am frühen Mittwochmorgen werde ich operiert. Anschließend wollen mich die Ärzte ein, zwei Tage zur Kontrolle hierbehalten.
Wie ist die Verletzung denn passiert? Von der Tribüne aus war es kaum zu sehen.
Es war in meinem ersten Wechsel. Ich war mit dem Puck auf dem Weg zum Tor, dann wurde er in die Ecke abgewehrt. Ich wollte schnell bremsen. Dabei blieb ich mit der Kufenkante im Eis hängen. Als ich wieder antreten wollte und einen Schritt machte, war das Knie verdreht. Dann spürte ich schon einen stechenden Schmerz.
Haben Sie starke Schmerzen?
Direkt nach der Aktion tat es sehr weh. Mittlerweile geht es, solange ich das Bein nicht durchstrecke.
Haben Ihnen die Ärzte schon sagen können, wie lange Sie pausieren müssen?
Sie sagen, die Reha-Zeit bei vergleichbaren Verletzungen liegt bei sechs bis acht Wochen.
Dann können Sie wieder spielen oder erst mit dem Training auf dem Eis anfangen?
Ich hoffe, dass ich dann wieder spielen kann. Die genaue Reha-Zeit hängt auch von der Konstitution des jeweiligen Patienten ab.
In der Vorbereitung waren Sie schon angeschlagen, 2009/2010 hatten Sie wegen einer Gehirnerschütterung sogar ein Jahr aussetzen müssen. Sie sind nicht gerade vom Glück verfolgt.
Das stimmt. Ich bin sehr traurig. Aber der Gedanke, dass ich in dieser Saison wieder zum Einsatz kommen werde, hilft mir.

