Vorsicht, EHC! Das macht die Tigers so gefährlich
Wolfsburg Im Viertelfinale der DEL-Play-offs trifft der EHC Wolfsburg auf Straubing. Die WN geben einen Überblick, wie stark die Tigers sind.
Als Favorit geht Eishockey-Erstligist EHC Wolfsburg ins Viertelfinale der Play-offs. Doch Straubing ist keineswegs zu unterschätzen. Unsere Zeitung beleuchtet, was die Tigers so gefährlich macht.
•Die Fans: 850 Anhänger wollen das Straubinger Team im dritten Spiel in Wolfsburg unterstützen. Sie reisen mit einem Sonderzug an. Doch in eigener Halle wollen sich die EHC-Fans nicht unterkriegen lassen. Schwieriger ist das schon in Straubing. Dort sorgen die Fans für einen Hexenkessel. Für Auswärtsmannschaften ist es dort schwer.
•Das Momentum: Es ist eines der Lieblingswörter der Eishockey-Spieler. Wenn das Momentum aber tatsächlich etwas ausmacht, müssen die Grizzlys gewarnt sein. Platz 6 war schon fast unerreichbar. Im letzten Hauptrunden-Spiel lagen die Tigers nach 40 Minuten mit 1:3 gegen Mannheim hinten, brauchten einen Sieg, um den direkten Play-off-Einzug zu schaffen. Straubing gewann mit 5:3, sicherte sich zum ersten Mal überhaupt den Einzug ins Viertelfinale. Das bringt zusätzliche Motivation.
•Die Pause: Wäre der EHC auf dem zweiten Platz gelandet, hätte der Gegner noch in der 1. Play-off-Runde spielen müssen. Straubing ist jedoch ausgeruht, kann das aber auch gut gebrauchen. Denn ähnlich wie die Wolfsburger haben die Tigers mit Verletzungssorgen zu kämpfen. So kann sich noch der eine oder andere Spieler auskurieren.
•Die Ergebnisse: Die Bilanz des EHC gegen Straubing ist durchwachsen. Auswärts ging nicht viel. Mit 2:4 und 3:4 n.P. unterlagen die Grizzlys bei den Tigers. Die Heimspiele wurden mit 2:0 und 6:3 gewonnen. Für ein schnelles Weiterkommen muss der EHC die Hauptrunden-Bilanz aufbessern.
•Die Scorer: Der Hauptrunden-Sechste hat schnelle und laufstarke Stürmer in seinen Reihen – und zudem gefährliche Scorer. Matt Hussey (23 Tore/22 Assists) sammelte 45 Punkte bei lediglich 42 Einsätzen. Die beiden anderen Top-Scorer Ryan Ramsay (9/34) und Laurent Meunier (17/24) bilden zusammen mit Carsen Germyn eine gefährliche Sturmreihe.
•Die Torhüter: Stamm-Goalie Barry Brust war lange verletzt, ist aber wieder fit. Die Bilanz von Ersatzmann Jan Duryca ist nicht überragend. Dennoch hielt er in den vergangenen Partien in entscheidenden Phasen stark. Beide liefern sich einen offenen Konkurrenzkampf, das kann die Leistung steigern.
