Vogl spielt, „Diesel“ trifft, aber EHC verliert
Wolfsburg Keine Punkte, aber einen Verletzten und eine Überraschung – das ist die Bilanz des EHC Wolfsburg nach dem 2:4 am ersten DEL-Spieltag in Hamburg.
Fehlstart für den EHC Wolfsburg in die Deutsche Eishockey-Liga: 2:4 (1:1, 1:2, 0:1) verloren die Grizzlys gestern Abend bei Nord-Rivale Hamburg Freezers. Vor 10 183 Zuschauern erzielte Matt Dzieduszycki die ersten beiden Saisontore für den EHC.
Schon am ersten Spieltag eröffnete Trainer Pavel Gross die Torwartdiskussion. Statt der bisherigen Nummer 1, Daniar Dshunussow, brachte er Neuzugang Sebastian Vogl. Der ehemalige Landshuter lieferte eine solide Vorstellung bei seiner Pflichtspiel-Premiere für Wolfsburg ab. Die Freezers-Treffer durch Duvie Westcott (17. Minute), David Wolf (24.), Christoph Schubert (29.) und Brandon Reid (60./„empy-net-goal“) konnte er nicht verhindern. Dzieduszycki (19./39.) dürfte sich über seinen Doppelpack nicht so recht gefreut haben.
Der Tag war schon schlecht losgegangen für den EHC. Im vormittäglichen Abschlusstraining zog sich Stürmer Adrian Grygiel eine Oberschenkelzerrung zu und musste passen. Dafür rückte Vincenz Mayer ins Team. Auch Hamburg hatte dann im Spiel einen Ausfall zu beklagen. Verteidiger Patrick Köppchen wurde von Dzieduszyckis Schuss im Gesicht getroffen und musste blutend vom Eis getragen werden (23.). Der Hamburger kam ins Krankenhaus und wurde mit vier Stichen unter dem linken Auge genäht. Gebrochen ist jedoch nichts, wie die Freezers-Verantwortlichen mitteilten.
Schwachpunkt im EHC-Spiel war die Defensive. Schon im Angriff klappte die Rückwärtsbewegung bisweilen nicht. Verteidiger Aaron Brocklehurst wirkte zudem einige Male wackelig. Der Neuzugang bekam viel Eiszeit von seinem Trainer, vielleicht fehlten ihm am Ende auch etwas Kraft und Kondition.
Trotzdem hatten die Grizzlys eine Siegchance. Norm Milleys Treffer in der 25. Minute erkannten die Schiedsrichter nach dem Videobeweis wegen Torraumabseits’ nicht an. Vier Minuten später erzielte Schubert das vorentscheidende 3:1. Zum Schluss setzte Gross alles auf eine Karte. In Überzahl nahm er den Torwart raus, ließ 6 gegen 4 spielen. Niko Dimitrakos vergab 20 Sekunden vor der Sirene die beste Ausgleichschance, im Gegenzug traf Reid ins leere Tor zum 4:2 – Schluss! Morgen (16.30 Uhr, Eis-Arena) geht es für den EHC weiter. Krefeld kommt.

