Vizemeister auswärts weiter sieg- und punktlos
EHCWolfsburg verliert 1:2 in Augsburg – Grizzlys brauchen ein "Eigentor" der Panther, um überhaupt zum Erfolg zu kommen
Viertes Spiel, zweite Niederlage: Der EHC Wolfsburg wartet mit dem zweiten Drei-Punkte-Wochenende in der Deutschen Eishockey-Liga auf.
Den guten Eindruck vom Freitag konnte der EHC Wolfsburg am Sonntag nicht bestätigen. Der Eishockey-Vizemeister verlor bei den Augsburger Panthern mit 1:2 (0:1, 1:0, 0:1).
Lediglich Norm Milley traf für die Grizzlys zum zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich. Für die Augsburger waren hingegen Sean O’Connor und in Überzahl John Zeiler erfolgreich. Damit buchte die Mannschaft von Trainer Pavel Gross am Wochenende nur die drei Zähler vom 3:0-Heimsieg über Köln auf ihr Konto und bleibt auswärts weiter sieg- und punktlos.
Dabei ließ die Anfangsphase in Augsburg auf mehr hoffen. Mit viel Schwung kamen die Grizzlys aufs Eis. In den ersten drei Minuten behielten sie den Puck in ihren Reihen. Doch die Augsburger lieferten ihr bestes Saisonspiel ab und gingen durch O’Connor (9.Minute) in Führung. Der 101-Kilo-Koloss stocherte den Puck aus dem Gewühl heraus über die Torlinie (9.Minute). Wolfsburgs beste Chance im ersten Drittel landete am Pfosten. Tyler Haskins’ Schuss hatte Norm Milley mit dem Schlittschuh unabsichtlich abgefälscht (14.).
Im zweiten Durchgang stand die EHC-Defensive besser als zuvor. Auch in der Offensive präsentierte sich Wolfsburg nun stärker. Der verdiente Ausgleich resultierte aus einem sehenswerten Angriff. Milley kam über rechts und zog ab. Augsburgs Zeiler fälschte unfreiwillig ins eigene Tor ab – 1:1 (24.). Da es im Eishockey statistisch keine Eigentore gibt, wurde Milley der Treffer angerechnet. Haskins (27.) hatte bei einem Solo sogar die Führung auf dem Schläger, verzog aber.
Im letzten Drittel trat Wolfsburg überraschend passiv auf. Das lag nicht nur am Gegner, der sich ebenfalls weitgehend zurückhielt. Auch der erneute Rückstand sorgte nur für wenig Aufbäumen beim EHC. In Unterzahl kassierten die Grizzlys in der 49.Minute das 1:2. Doch erst kurz vor Schluss rappelten sie sich noch einmal auf. Colin Beardsmore (57.) und Benedikt Kohl (58.) mit einem Schlagschuss scheiterten.
Ärgerlich, dass sich Christopher Fischer 70Sekunden vor dem Ende noch eine Strafe einhandelte. Gross nahm zwar den Torwart raus, doch statt sechs hatte der EHC dann trotzdem nur fünf Feldspieler auf dem Eis. Möglichkeiten ergaben sich dadurch keine mehr.


