Viel Stückwerk – aber EHC holt drei Punkte zum Start
Mäßig gespielt, aber drei Punkte geholt: Eishockey-Erstligist EHC Wolfsburg fuhr gegen Straubing den ersten Sieg ein.
Hauptsache gewonnen! 2:0 (1:0, 0:0, 1:0) siegte Eishockey-Vizemeister EHC Wolfsburg am Freitagabend zum DEL-Auftakt über die Straubing Tigers. Es war ein zerfahrenes Heimspiel vor 1.811 Zuschauern in der Eis-Arena.
Zwei Neuzugänge sorgten für die Tore. Wolfsburgs Jüngster, Vincenz Mayer, traf bei seiner Pflichtspiel-Premiere in Liga 1 zum 1:0 (6. Minute). Die Entscheidung führte Matt Dzieduszycki in der 57. Minute mit einem Konter herbei.
Das Match hatte aber noch nichts mit den Gala-Vorstellungen der Grizzlys in der vergangenen Saison gemein. Ohne die verletzten Stephen Werner (Oberschenkel) und Benedikt Schopper (Knie) musste der Gastgeber auskommen. Vor allem in der Defensive ist die Mannschaft von Trainer Pavel Gross noch weit von ihrer letztjährigen Form entfernt. Das Aufbauspiel und Umschalten von Abwehr auf Angriff ging meist viel zu langsam vonstatten. Oft ließen sich die Wolfsburger Verteidiger den Puck in der eigenen Zone wieder abluchsen.
Der einzige fehlerfreie Akteur des Vizemeisters war Torwart Daniar Dshunussow. Gegen Dustin Whitecotton (31.) und Carsen Germyn (47.) rettete er in höchster Not. Gleich zum Saisonstart feierte der Publikumsliebling einen Shut-out (Spiel ohne Gegentor) und wurde zum Spieler des Matches gewählt.
Immerhin: In der Offensive zeigten Dsunussows Teamkollegen zum Teil gute Ansätze. Tyler Haskins (1., 10.), Milley (19.), Mayer (28.) und Laliberté (38.) arbeiteten ein kleines Chancenplus heraus. Letzterer brachte das Kunststück fertig, in der einzigen Überzahlsituation des EHC vor dem leeren Tor über den Puck zu schlagen. Die Fans hatten den Torschrei schon auf den Lippen.
Am Sonntag geht es für den EHC bereits weiter. Von 18.30 Uhr an gastiert er beim ERC Ingolstadt. Der zählt zum erweiterten Favoritenkreis und gewann am Freitag 2:1 in Köln.


