Tyler Haskins trifft im Nachsitzen
Wolfsburg Tyler Haskins schoss den EHC Wolfsburg in der Verlängerung zum 5:4 (1:1, 2:2, 1:1)-Testspielsieg über DEL-Rivale Iserlohn.
Die Grizzlys starten Freitag mit einer Bilanz von 8:1 Siegen aus der Vorbereitung in die neue Eishockey-Saison.
Die weiteren EHC-Tore vor 1275 Zuschauern schossen Christoph Höhenleitner, Sebastian Furchner, Patrick Pohl und Kai Hospelt. Für die Roosters trafen Jeff Giuliano, Mark Ardelan, Robert Hock und Brandon Rogers.
Mit nur sechs Ausländern trat der EHC zum letzten Testspiel an. Aus der etatmäßigen dritten Sturmreihe fehlten Niko Dimitrakos (Rückenbeschwerden) und Greg Moore (muskuläre Probleme). Somit standen Trainer Pavel Gross nur elf Angreifer zur Verfügung.
Trotzdem präsentierte sich sein Team in den ersten zehn Minuten überlegen, aber noch nicht konsequent. In Unterzahl ließen sich die aufgerückten Grizzlys dann auskontern – 0:1 (10. Minute). Ein Konter bei angezeigter Gästestrafe brachte auch den Ausgleich durch Höhenleitner (17.). Benedikt Kohls Powerplay-Treffer kurz vor Drittelende zählte nicht. Ein unerlaubter Handpass war dem Tor vorausgegangen.
Den Mittelabschnitt begann der EHC in Überzahl, aber ohne Verteidiger Rainer Köttstorfer. Er schied verletzt aus. Nach acht Sekunden schlug Furchner Kapital aus dem Powerplay, 2:1. Nur 37 Sekunden später der Ausgleich, weil der EHC nachlässig in der Defensive spielte und Torwart Daniar Dshunussow auch nicht gut aussah. Unbeeindruckt davon schlug der EHC durch Pohl zurück – 3:2, wieder nur 20 Sekunden später. Ärgerlich, dass die wackelige EHC-Abwehr den Gästen noch das 3:3 (29.) ermöglichte.
Nur 20 Sekunden nach Wiederbeginn gab es Strafen für Matt Dzieduszycki und im Anschluss für die Wolfsburger Bank. In doppelter Unterzahl fingen sich die Grizzlys das 3:4 (42.) und liefen nun einem Rückstand hinterher. Eine doppelte Überzahl plus sechster Feldspieler statt Torwart benötigte der EHC zum 4:4 (58.). Hospelt traf mit dem Ablaufen der Strafen und erzwang die Verlängerung.
EHC Wolfsburg: Dshunussow – Blanchard, Schopper; Bina, Brocklehurst; Kohl, Köttstorfer; Keller – Dzieduszycki, Haskins, Danner; Milley, Hospelt, Furchner; Polaczek, Pohl, Höhenleitner; Grygiel, Mayer.
Iserlohn Roosters: Caron – Peltier, Ortwein; Ardelan, Kopitz; Orendorz, Rogers – Hock, Tepper, Giuliano; Wolf, Nikiforuk, Fischhaber; Hommel, Demuth, Kahle; York.
Tore: 0:1 (09:54) Giuliano (Nikiforuk/5:4), 1:1 (17:00) Höhenleitner (Keller/angezeigte Strafe Iserlohn), 2:1 (20:08) Furchner (Haskins, Hospelt/5:4), 2:2 (20:45) Ardelan (Demuth, Hock), 3:2 (21:05) Pohl (Polaczek, Brocklehurst), 3:3 (28:40) Hock (Hommel, Ardelan/4:4), 3:4 (41:04) Rogers (Hock, Hommel/5:3), 4:4 (57:33) Hospelt (Dzieduszycki, Kohl/5:3), 5:4 (62:24) Haskins (Dzieduszycki).
Strafzeiten: Wolfsburg 22+10 Minuten (Brocklehurst), Iserlohn 16 Minuten.
Schiedsrichter: Schütz (Moers), Steinecke (Brotterode) sowie als Linesman Gemeinhardt (Wolfsburg) und Höfer (Crimmitschau).

