Tolle Reaktion: EHC schlägt Spitzenreiter Köln
Wolfsburg Der EHC Wolfsburg meldet sich spektakulär zurück: Bei Spitzenreiter Köln siegt der Tabellenletzte mit 4:2.
Tiefe Verneigung vor den Grizzlys, Leute! Der arg verletzungsgeplagte Tabellenletzte EHC Wolfsburg gab in Köln ein Lebenszeichen von sich. Ohne den suspendierten Niko Dimitrakos gewann der Eishockey-Erstligist beim Spitzenreiter mit 4:2 (0:0, 2:0, 2:2).
Das ist die Sensation des Spieltags. Und die richtige Reaktion des Vizemeisters von 2011 auf das peinliche 3:8 am Freitag gegen Berlin. Das war die höchste DEL-Heimpleite des EHC überhaupt. Zwischen der Niederlage am Freitag und dem Sieg am Sonntag lag ein denkwürdiger Samstag. An dem entschieden Sportdirektor Charly Fliegauf und Trainer Pavel Gross, dass Dimitrakos nicht mehr für den EHC spielt.
17 Feldspieler hatte der EHC zwar dabei, aber der gerade erst genesene Adrian Grygiel und Kilian Keller bekamen keine Eiszeit. Gross ließ mit nur drei Reihen und Blöcken spielen. Im Tor gab es einen Wechsel. Daniar Dshunussow spielte statt Sebastian Vogl. Der war wegen einer Kopfverletzung aus dem Freitag-Spiel zu Hause geblieben. „Dshuni“ gelang der „Save des Spiels“, wie es Kölns Trainer Uwe Krupp hinterher ausdrückte. Kurz vor dem Ende beim Stande von 3:2 für den EHC hatte Moritz Müller schon das leere Wolfsburger Tor vor sich. Doch der Grizzly-Keeper rappelte sich auf und rettete mit letzter Kraft.
Fast direkt im Anschluss fing Greg Moore einen Pass von Nathan Robinson ab und traf zum Endstand von 4:2 ins leere Kölner Tor. Krupp hatte längst den Torwart zugunsten eines sechsten Feldspielers herausgenommen. Die weiteren EHC-Treffer erzielten Aleksander Polaczek, Christoph Höhenleitner und Kai Hospelt, der damit im dritten Spiel in Folge zum Torerfolg kam. Es geht steil bergauf beim EHC-Kapitän.
Abwärts mit der Leistung geht es bei den dreimal in Serie unterlegenen Haien, für die nur John Tripp (2) erfolgreich war. Zwei Treffer der Kölner wurden zu Recht nicht gegeben. Philip Gogulla (24. Minute) hatte erst nach dem Pfiff des Referees getroffen. Charly Stephens (30.) hatte im Torraumabseits gestanden, wie der Videobeweis ergab. Die Grizzlys haben sich die Länderspielpause verdient. Am 13. November in Straubing geht es für sie weiter.
