Starker Dshunussow führt Grizzlys zum 3:0-Sieg
Zu null schlägt der EHC Wolfsburg die Hamburg Freezers und festigt seinen fünften Tabellenplatz in der DEL.
Ohne vier verletzte Top-Spieler, dafür mit einem bärenstarken Daniar Dshunussow im Tor feierte Eishockey-Erstligist EHCWolfsburg am Freitagabend einen 3:0 (1:0, 1:0, 1:0)-Heimsieg über das Spitzenteam Hamburg Freezers.
Vor 3235Zuschauern in der Eis-Arena (Saisonrekord) schossen David Laliberté, Nathan Paetsch und Patrick Davis die Tore für die Grizzlys. Dshunussow hielt seinen Kasten zum sechsten Mal in dieser Saison sauber. Mit sechs "Shut-outs" führt er die DEL in dieser Statistik an.
Beim 1:0 hatte Laliberté einen Schuss von Robbie Bina noch abgefälscht. Die Freezers reklamierten hoher Stock – Videobeweis (10.Minute). Die Schiedsrichter gaben das Tor. In Überzahl hämmerte Paetsch von der blauen Linie drauf – drin, 2:0 (36.). Wahrscheinlich war der Puck noch abgefälscht. Und: Davis schloss in Unterzahl ein Solo zum entscheidenden 3:0 (51.) ab.
Dank der drei Punkte verteidigte der EHC seinen fünften Tabellenplatz vor den punktgleichen Straubing Tigers. Ohne die EHC-Leistung schmälern zu wollen – die Freezers hatten nicht ihren glücklichsten Tag. Sie scheiterten mit 100-prozentigen Chancen entweder wie Jerome Flaake (18.) an Dshunussow oder trafen wie Rob Collins (44.) und erneut Flaake (54.) nur den Pfosten.
Die vielen Ausfälle kompensierten die Gastgeber aber gut. Die verletzt fehlenden Stürmer Matt Dzieduszycki und Tyler Haskins sind laut Sportdirektor Charly Fliegauf auch am Sonntag (16.30Uhr) in München noch kein Thema. Blake Sloan und Stephen Werner fallen zudem schon seit Wochen aus.
Hinzu kamen noch die Strapazen aufgrund der Spengler-Cup-Teilnahme. In Davos absolvierten die Grizzlys vier Spiele in vier Tagen. Anschließend mussten sie am Dienstag schon wieder in Mannheim ran (Endstand 2:3n.P.) und am Freitag gegen Hamburg. "Hut ab davor, wie die Jungs sich durchgebissen haben", zollte EHC-Trainer Pavel Gross seinen Schützlingen Respekt.
Nur die Anfangsphase hatte Gross nicht gefallen. "Wir sind nicht optimal gestartet. Die Hamburger waren im ersten Drittel einen Schritt schneller als wir. Aber Daniar Dshunussow hat uns im Spiel gehalten", sagte der Trainer.
