Spengler Cup startet Weihnachten - Wolfsburg dabei
Davos (dpa) - Am Ende des Sportjahres trifft sich Europas Eishockey-Spitze im mondänen Davos traditionell zum Spengler Cup. In diesem Jahr spielt bei der 85. Auflage des renommierten Turniers in den Grizzly Adams Wolfsburg auch wieder ein deutsches Team um den Sieg und viel Prestige.
«Das ist eine große Herausforderung für unsere junge Organisation», sagte Wolfsburgs Manager Karl-Heinz «Charly» Fliegauf der Nachrichtenagentur dpa. Wolfsburg nimmt zum ersten Mal überhaupt zwischen dem zweiten Weihnachtstag und Silvester am traditionsreichsten Vereinsturnier der Welt teil. Im vergangenen Jahr war kein deutsches Team dabei.
Der prestigeträchtige Cup ist selbst in Kanada - dem Eishockey-Mutterland - so bekannt, dass er dort im TV übertragen wird. Dass der erst seit 2007 durchgängig in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) spielende niedersächsische Club an dem Traditionsturnier teilnehmen darf, hat zwei Gründe: Die sportlich starke Vorsaison des deutschen Meisterschaftszweiten und der Hauptsponsor der Wolfsburger. Die Tochter des dort ansässigen Volkswagen-Konzerns unterstützt auch den Spengler Cup. «Auch für unseren Sponsor ist das eine große Geschichte», bekannte Fliegauf unumwunden. Ganz im Sinne des Sponsors wäre also auch ein erfolgreiches Abschneiden der VW-Städter.
«Wie versuchen, ins Finale zu kommen», verkündete Fliegauf denn auch. Dies dürfte schwer werden. Das Starterfeld ist wie immer hochklassig. Neben einem Team Kanada - die Ahornblätter nehmen seit den 1980er Jahren teil - und dem Ausrichter HC Davos sind diesmal die Kloten Flyers aus der Schweizer Liga NLA, Dinamo Riga aus der osteuropäischen KHL und HC Vitkovice aus Tschechien dabei.
Am 27. Dezember greifen die Grizzlys ins Geschehen ein und treffen zunächst auf den Verlierer der Eröffnungspartie Kloten gegen Riga. Drei Spiele sind garantiert, alle werden auf Eurosport übertragen. Am Silvestertag steht der Sieger und Nachfolger von SKA Sankt Petersburg fest. In den vergangenen drei Jahren gewann stets der Vertreter der osteuropäischen KHL.
Die Clubteams verstärken sich nur für das Turnier in der Regel mit Gastspielern. Fliegaufs Wahl fiel diesmal auf den ehemaligen Kölner Verteidiger Kevin Hecquefeuille (Servette Genf), den finnischen Stürmer Ilkka Pikkarainen (Timra IK) und den zur Zeit vereinslosen kanadischen Stürmer Mike Bishai.

