Schopper erleidet Jochbeinbruch
Bitteres Nationalteam-Debüt für EHC-Verteidiger Benedikt Schopper: Nach einem Jochbeinbruch fällt er sechs bis acht Wochen aus.
Bitterer kann ein Nationalmannschaftsdebüt nicht verlaufen. Benedikt Schopper vom EHCWolfsburg schied am Samstag beim Deutschland-Cup gegen die Slowakei nach 3:19Minuten verletzt aus – Jochbeinbruch. Eine lange Pause droht.
Der Verteidiger wurde von einem Puck unterhalb des Auges getroffen, erlitt auf den ersten Blick sichtbar eine blutende Platzwunde. Sofort ließ sich Schopper nach vorn gebeugt vom Eis führen. Anschließend ging es ins Klinikum. Diagnose: Jochbeinbruch. Noch am gleichen Tag operierten die Ärzte ihn.
Gestern telefonierte EHC-Cheftrainer Pavel Gross mit dem Pechvogel. ",Schoppi’ hat kleine Metallplatten eingesetzt bekommen. Die Ärzte haben gesagt, dass er ein, zwei Wochen gar keinen Sport machen darf. Wenn alles gutgeht, darf er Montag immerhin zurück nach Wolfsburg", berichtet der Coach. Mehrere Wochen müssen die Grizzlys auf den Abwehrhünen verzichten. EHC-Manager Charly Fliegauf sagt: "Ich gehe von sechs bis acht Wochen aus. Für Benedikt ist das brutal."
Solange wird der EHC voraussichtlich mit den verbleibenden sechs Verteidigern auskommen müssen. Förderlizenzspieler Kilian Keller vom Drittligisten EV Füssen hält Gross für nicht abkömmlich. "Kilian macht vor Ort eine Ausbildung." Außerdem hält Füssen das Weisungsrecht. Bleibt die Möglichkeit der Nachverpflichtung. "Der Transfermarkt ist so gut wie leer. Wir müssen hoffen, dass nicht noch mehr passiert. Aber nur sechs Verteidiger sind fürs Training nicht optimal. Im Spiel geht es gerade noch so", sagt der EHC-Trainer.
Etwas Trost für Schopper spendet EHC- und Nationalmannschaftskollege Christopher Fischer. "So ein Debüt ist bitter. Aber ich bin mir sicher, dass er noch viele weitere Länderspiele machen wird", sagt Fischer. Der brauchte anfangs auch Geduld, bis er regelmäßig im Nationalteam zum Einsatz kam. Allerdings hatte es bei ihm selten Verletzungsgründe.
Am Mittwoch im Heimspiel gegen Düsseldorf (Beginn 19.30Uhr, Eis-Arena) muss der EHC auf jeden Fall mit dem vorhandenen Personal auskommen.



