Rote Laterne ist der einzige Lichtblick
Wolfsburg Das Saisonziel Play-off-Teilnahme gerät in Gefahr. Nach dem Null-Punkte-Wochenende rutschte der EHC Wolfsburg ans Tabellenende.
Statt raus aus dem Tabellenkeller ging es für den EHC Wolfsburg wieder mittenrein. Nach der 2:4 (1:0, 1:2, 0:2)-Heimpleite am Sonntag in der Deutschen Eishockey-Liga gegen Mannheim rutschten die Grizzlys wieder auf den letzten Platz ab. Die Mannschaft von Trainer Pavel Gross hätte sich gern mit einem Sechs-Punkte-Wochenende zurückgemeldet. Stattdessen ging sie komplett leer aus. Der Rückstand auf den zehnten und somit letzten Play-off-Platz beträgt nach 22 Saisonspielen mittlerweile bereits 12 Punkte. Die rote Laterne leuchtet hell im EHC-Dunkeln. Sie sorgt für den einzigen Lichtblick im Jahr 2012.
Kai Hospelt (20. Minute) hatte den EHC in Unterzahl in Führung gebracht. Greg Moore (29.) war der zwischenzeitliche 2:2-Ausgleich gelungen. Für Tabellenführer Mannheim trafen Yanick Lehoux (23.), Frank Mauer (27.), Craig MacDonald (57.) und mit einem Schuss ins leere Grizzly-Tor Adam Mitchell (60.) sieben Sekunden vor dem Ende.
Bereits am Freitag hatte der EHC 0:3 in München verloren. Vor dem Mannheim-Match änderte der Trainer alle Sturmreihen – am Ende ohne zählbaren Erfolg. Er trennte das Erfolgsduo der vergangenen Saison, Norm Milley und Kai Hospelt. Aber auch in ihren neuen Reihen überzeugten sie nicht. Hospelts Treffer fiel, als er mit einem Special Team auf dem Eis stand. Immerhin: Zusammen mit Sebastian Furchner und Youngster Vincenz Mayer bildete er die auffälligste Angriffsformation.
Das eigene Powerplay blieb jedoch erneut blass. Selbst 83 Sekunden 5 gegen 3 ließen die Grizzlys im ersten Drittel ungenutzt. Trotzdem hatten sie bis kurz vor Schluss – auch dank des ordentlich spielenden Sebastian Vogl im EHC-Tor – eine Siegchance. Dann aber ließ sich Justin Mercier in der neutralen Zone den Puck abnehmen und leitete so das vorentscheidende 2:3 ein. Der vorerst letzte EHC-Neuzugang hat seine Verpflichtung noch nicht rechtfertigen können.
Gross kritisierte nach Spielschluss erneut seine Stars hart. „Unsere Topleute machen nicht den Unterschied aus“, sagte er.



