Powerplay macht den Unterschied aus
EHCWolfsburg kassiert mit 0:4 in Krefeld die höchste Saisonniederlage – Schopper feiert Punktsieg im Boxduell
Nach drei Siegen in Folge endete die kleine Erfolgsserie des Eishockey-Erstligisten EHC Wolfsburg in Krefeld.
Es bleibt dabei: Auswärts tut sich der EHC Wolfsburg schwer gegen Krefeld. Deutlich mit 0:4 (0:1, 0:1, 0:2) unterlag der Eishockey-Vizemeister bei den Pinguinen und rutschte in der Tabelle von Platz2 auf 4 ab.
Erstmals in dieser Saison blieb das Team von Trainer Pavel Gross ohne Tor. Chancen hatte es genug gegeben. Aber David Laliberté nach 8Sekunden, Matt Dzieduszycki aus einem Meter Torentfernung (19.) und frei vor dem leeren Tor (28.), der beste Wolfsburger Kai Hospelt (30., 40.) vergaben beste Möglichkeiten.
Anders die Rheinländer. Sie nutzten durch Dusan Milo (15.) und Méthot (57.) zwei Powerplays. Methot (34.) mit seinem zweiten Treffer und Daniel Pietta 50 Sekunden vor Schluss mit einem Schuss ins leere Tor machten den Sieg zu einem Debakel für den EHC. Der kassierte in seinem zwölften DEL-Spiel in Krefeld die zehnte Niederlage.
Einziger Punktsieger aus Wolfsburger Sicht blieb Benedikt Schopper. Nach einem fairen, aber knallharten Check gegen seinen Ex-Kollegen Michael Endraß musste er sich des Angriffs von Krefelds Rok Ticar erwehren. Beide lieferten sich eine Prügelei, die der EHC-Hüne locker für sich entschied. Beide Raufbolde bekamen 2+2+10Minuten – und Ticar als Initiator noch 2 obendrauf.
2:51Minuten vor dem Ende versuchte Pavel Gross noch einmal alles. Als sein Team Überzahl hatte, nahm er auch noch den Torwart raus und brachte einen sechsten Feldspieler. Statt des Anschlusstreffers gab es eine Strafe für Dzieduszycki, der Effekt verpuffte. Gross versuchte es bis zum Schluss mit einem Feldspieler mehr. Folge: Statistisch sogar in Überzahl gelang den Pinguinen der Treffer zum 4:0-Endstand. Krefelds Torwart Scott Langkow indes durfte sich über sein erstes Zu-null-Spiel der Saison freuen.
Auffällig: Aus sechs Überzahlspielen schlugen die Grizzlys kein Kapital. Ihre Powerplay-Quote stagniert bei inakzeptablen 11,11Prozent. Nur 3Tore aus 27Situationen gelangen mit einem Mann mehr auf dem Eis. Da wartet viel Arbeit auf den EHC bis zum Heimspiel am Freitag (19.05Uhr) gegen die Hamburg Freezers.


