Play-off- Fehlstart des EHC
Wolfsburg Der EHC Wolfsburg ist mit einer Niederlage gegen die Straubing Tigers in die Play-offs der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) gestartet.
Die Wolfsburger verloren das erste Viertelfinal-Spiel gegen die Straubing Tigers mit 1:2 (0:0, 0:2, 1:0). Die zweite von maximal sieben Partien steigt bereits am Freitag (19.30 Uhr) in Straubing.
Vor nur 2406 Zuschauern in der Eis-Arena trafen Calvin Elfring (34. Minute) und Carsen Germyn (40.) im Mitteldrittel für die Gäste. John Laliberte gelang im letzten Durchgang nur noch der Anschlusstreffer (50.). Am Ende warf der EHC zwar noch einmal alles nach vorn, doch es reichte nicht. Straubing fehlen noch drei Siege zum Einzug ins Halbfinale. Aber von vorn.
Mit viel Elan startete der EHC ins Spiel. Sebastian Furchner vergab bereits nach 38 Sekunden eine große Chance. Adrian Fosters Rückhand-Schuss strich nur knapp über die Latte des Straubinger Gehäuses (5.). Erst jetzt fanden die Gäste etwas besser ins Spiel und hatten gleich eine Riesenmöglichkeit. EHC-Goalie Daniar Dshunussow war bereits geschlagen, doch Germyn zielte knapp am Tor vorbei (7.).
Danach übernahmen zwar wieder die Grizzlys das Kommando, ohne dass allerdings etwas Zählbares heraussprang. Das Überzahlspiel der Hausherren wirkte gestern Abend oft zu statisch. Kurz vor der ersten Pause machte Furchner mit einem Schuss noch einmal auf sich aufmerksam (20.).
Auch zu Beginn des zweiten Durchgangs waren die Wolfsburger engagierter. Als der Puck im Straubinger Torraum liegengeblieben war, verpasste Christoph Höhenleitner nur um Zentimeter die Führung (22.). Fünf Minuten später klärte der Ex-Grizzly Sebastian Osterloh die Scheibe kurz vor der Linie.
Etwas überraschend gingen die Gäste in Überzahl in Führung. Colin Beardsmore saß nach einem Ellbogencheck auf der Strafbank. Elfring wurde nicht entscheidend gestört und traf mit einem trockenen Handgelenksschuss ins Eck. Die Schiedsrichter bemühten zur Sicherheit noch einmal den Videobeweis – und gaben den Treffer.
32 Sekunden vor der Drittelpause kam es noch dicker für den EHC. Straubing befreite sich mit einem Lupfer aus der eigenen Hälfte. Christopher Fischer wollte den Puck klären, doch das Spielgerät sprang dem Nationalspieler über den Schläger. Germyn nutzte den Fehler aus, zog auf und davon und vollstreckte eiskalt zum 2:0 für die Tigers.
Mangelnden Einsatz konnte man den Grizzlys auch im letzten Drittel nicht vorwerfen, im Gegenteil. Allerdings fehlte ihnen gestern etwas die Durchschlagskraft. Selbst bei einer fast zweiminütigen 5:3-Überzahl gelang kein Treffer. Trainer Pavel Gross nahm eine Auszeit und anschließend Torwart Daniar Dshunussow zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis – und hatte Erfolg. Bei 6:3 brach Laliberte den Bann – 1:2.
Mit dem Mut der Verzweiflung bestürmten die Wolfsburger in der spannenden Schlussphase das Gästetor. Dshunussow ging erneut vom Eis. 1:26 Minuten hatte der EHC 6:4-Überzahl. Doch es sollte nicht sein. Spiel 1 ging verloren.
