Peinliches WM-Aus nagt noch immer an Christopher Fischer
Wolfsburg Selten ist eine deutsche Eishockey-Nationalmannschaft so kläglich bei einer WM gescheitert. An EHC-Profi Christopher Fischer nagt das Aus noch immer.
Endlich abschalten, ausruhen, Kopf frei bekommen: Christopher Fischer verarbeitet in Wolfsburg das klägliche Aus mit der deutschen Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft in Schweden und Finnland. „Ich werde erst einmal nur die Beine hochlegen. Der Urlaub wird mir guttun“, sagt der Verteidiger des Eishockey-Erstligisten EHC Wolfsburg.
Die WM war anstrengend – körperlich und geistig. „Sieben Spiele in zehn Tagen, das war schon heftig“, gibt Fischer zu. Vor allem die heftigen Pleiten gegen Norwegen (4:12) und Tschechien (1:8) muss er noch verarbeiten.
„Ich denke immer noch darüber nach, wie die zustande kamen. Aber es ist schwierig, Gründe zu finden. Man muss versuchen, das abzuhaken und beim nächsten Mal dafür sorgen, dass so etwas nicht wieder vorkommt.“
Besonders die Partie gegen Norwegen nagt an Fischer. „Ich kann mich nicht erinnern, jemals zweistellig verloren zu haben. Das ging nur bum, bum, bum. Und bei uns sind die unmöglichsten Dinger nicht reingegangen“, erinnert sich der 24-Jährige.
Keine Frage: Seine erste WM-Teilnahme hatte er sich anders vorgestellt. „Es war aber auch nicht alles schwarz“, betont Fischer. „Gegen Russland und Schweden haben wir starke Leistungen gebracht. Leider haben wir aber gegen Norwegen und Lettland nicht stattgefunden.“ Sein persönliches Fazit fällt trotzdem positiv aus: „Der Trainer hat mir das Vertrauen geschenkt und mich viel spielen lassen – auch in Überzahl.“
Fischer wird mit EHC-Trainer Pavel Gross und Sportdirektor Charly Fliegauf noch über die WM sprechen und sich seinen Trainingsplan für die Sommerpause abholen, dann ist endgültig Urlaub. Mit seiner Freundin geht es zum Ausspannen in die Türkei. Kraft sammeln für die neue Saison.
•John Lalibertes Wechsel vom EHC Wolfsburg zum ERC Ingolstadt wurde von den Bayern gestern offiziell bestätigt. Laliberte unterzeichnete einen Einjahres-Vertrag. Der 28-jährige US-Amerikaner erzielte in der vergangenen Spielzeit 17 Tore und verbuchte zudem 31 Assists für die Grizzlys. „John Laliberte ist ein Spieler, der für Punkte sorgt, zudem aber auch noch groß, körperlich stark und technisch sehr versiert ist“, sagte Ingolstadts Sportdirektor Jim Boni über seinen Wunschspieler.


