Pavel Gross verlängert Vertrag vorzeitig
Eishockey-Erstligist EHCWolfsburg bindet seinen Cheftrainer ein weiteres Jahr bis 2013. Der Klub honoriert die Arbeit mit einer Gehaltsaufbesserung.
Der EHC setzt ein Zeichen für die nahe Zukunft. Wolfsburgs Eishockey-Erstligist verlängerte den am Saisonende auslaufenden Vertrag mit Cheftrainer Pavel Gross um ein weiteres Jahr bis 2013. Damit ist die wichtigste offene Personalie geklärt."Ich bin froh, dass ich hier in mein fünftes Jahr gehen kann. Wir wollen Kontinuität aufbauen und ein dauerhafter Play-off-Kandidat werden", kommentiert Gross seine Vertragsverlängerung und nennt seine Ziele: "Vor der Saison haben wir einen Umbruch gemacht. Dieser ist noch nicht vollendet. Wir müssen uns kontinuierlich verstärken und haben noch viel vor. Dazu möchte ich – genauso wie die Mannschaft – beitragen."
Sportdirektor Charly Fliegauf ist froh über die frühzeitige Weichenstellung. "Der Trainer ist ein wichtiger Baustein. Auch für die Spieler ist es wichtig zu wissen, wer in der nächsten Saison Trainer ist", erklärt er. Gross sei hauptverantwortlich für den positiven sportlichen Auftritt der EHC-Mannschaft in den vergangenen Jahren. "Pavel lässt ein sehr attraktives Eishockey spielen."
Gross führte die Grizzlys 2010/2011 in seinem ersten Jahr als EHC-Chefcoach zur Hauptrunden-Meisterschaft und bis ins Play-off-Finale. Auch aktuell verzeichnete der Vize-Meister trotz des großen Umbruchs im Team aufsteigende Tendenz und zählt wieder zur erweiterten Liga-Spitze. Das honorierten die EHC-Verantwortlichen. Nach WN-Informationen erfolgte die Vertragsverlängerung zu etwas verbesserten Konditionen.
Auch mit Co-Trainer Mike Pellegrims wollen die Grizzlys verlängern. Der Belgier zögert aber aus familiären Gründen noch.
Seit Sommer 2008 arbeitet Gross erfolgreich bei den Grizzlys. Nach zwei Jahren als Co-Trainer von Toni Krinner übernahm der gebürtige Tscheche im Sommer 2010 den Chefposten. Der 43-Jährige gilt als akribischer Tüftler und Perfektionist. Sein bevorzugtes Spielsystem basiert auf hoher Lauf- und Einsatzbereitschaft, Schnelligkeit und einer kompakten Defensive.
Erfahrungen im Trainerjob sammelt Gross seit 2004. Er begann als Chef des Zweitligisten Freiburg (2004/2005) und wechselte dann als Assistenzcoach zum damaligen DEL-Klub Frankfurt Lions (2005 bis 2008). Als Spieler war Gross ein technisch begnadeter Center in der Bundesliga/DEL. Dorthin war er 1990 von Sparta Prag gewechselt. Für Freiburg (1990 bis 1993), Mannheim (1993 bis 1999) und Berlin Capitals (1999 bis 2004) absolvierte er 525DEL-Spiele (170Tore) inklusive Play-offs und -downs. Zweimal war er deutscher, einmal tschechoslowakischer Meister.
Gross ist verheiratet, hat zwei Töchter und lebt in Ehmen.
