Pause? Für EHC-Trainer Gross ein Fremdwort
Wolfsburg Harte Arbeit verlangt er von seinen Spielern, aber auch von sich: Pavel Gross. Um aus der Krise zu kommen, verzichtet der EHC-Trainer auf freie Tage.
Pavel Gross gönnt sich keine Pause. Der Cheftrainer des Eishockey-Erstligisten arbeitet auch in der spielfreien Zeit mit einigen Spielern. Auf dem letzten Tabellenplatz zu stehen, nagt an dem ehrgeizigen Sportsmann.
„Wir müssen unsere Hausaufgaben machen“, erklärt Gross, warum er nicht wie die meisten seiner Schützlinge in der Länderspielpause freimacht. Selbst seinem Assistenten Mike Pellegrims hat er freigegeben, damit dieser zu seiner in den Niederlanden lebenden Familie fahren kann. Erst am Freitagabend steht wieder ein Mannschaftstraining an.
Trotzdem ist Gross täglich in der Eis-Arena auf dem Eis. Montag und Dienstag zusammen mit Neuzugang Justin Mercier und Rekonvaleszent Matt Dzieduszycki. Mercier hat vor seinem Wechsel zum EHC nur mit einem Junioren-Team trainiert. „Justin ist noch nicht in Form“, begründet Gross, warum der Stürmer harte Extraschichten schiebt.
Dzieduszycki arbeitet nach seiner Gehirnerschütterung an seinem Comeback. „Matt müssen wir langsam, aber stetig belasten. Es wird von Tag zu Tag besser.“ Vor allem Montag schwitzten die Spieler. „Da haben wir 40 Minuten sehr intensiv trainiert. Aber beide haben die Belastung gut verkraftet.“ Am Mittwoch gönnt der Trainer auch Mercier und Dzieduszycki eine Pause. Donnerstag steht nur eine freiwillige Einheit ohne Trainer auf dem Terminplan.
Nach dem 4:2-Sieg bei Spitzenreiter Köln müssen die Grizzlys am Dienstag (19.30 Uhr) in Straubing nachlegen. „Wir brauchen Nachhaltigkeit“, fordert Gross. Was ihn wurmt, hat er den Spielern schonungslos mitgeteilt: „Jede Mannschaft – egal, ob wir sie schon mal geschlagen haben – ist besser als wir, solange wir Letzter sind.“

