Papas O-Beine hat Klein Simon schon
Grizzly-Nachwuchs: EHC-Stürmer Christoph Höhenleitner ist seit zehn Tagen stolzer Papa.
Eishockey-Profis sind harte Kerle, rau im Umgang auf dem Eis, ganz und gar keine Softies. Stimmt nicht! Abseits des Sports offenbaren sie ihren weichen Kern. So wie EHC-Profi Christoph Höhenleitner, der behutsam Söhnchen Simon im Arm hält.
Der niedliche Knirps ist zehn Tage alt, kam am 15. Oktober im Wolfsburger Klinikum zur Welt. "Ich war mit im Kreißsaal", erzählt der stolze Papa. Der Stürmer des Wolfsburger Eishockey-Erstligisten kümmert sich zu Hause liebevoll um den Nachwuchs. "Christoph macht das toll, unterstützt mich sehr", erzählt Lebensgefährtin Valérie Grandjean.
Die gebürtige Französin brachte Töchterchen Helena mit in die Beziehung. Als das Paar vor etwa vier Jahren zusammenkam, war Helena noch ein Baby. Erfahrung im Windelnwechseln und Umgang mit Kleinkindern besitzt "Höhi". Und auch Helena freut sich über den Familienzuwachs. "Toll", antwortet sie auf die Frage, wie ihr ihr kleiner Bruder gefällt. Die Mama fügt lächelnd an: "Ein bisschen ungewohnt ist es für sie noch, nun nicht mehr allein im Mittelpunkt zu stehen."
Seinen ersten großen Besuch hat Klein Simon auch schon hinter sich. Nach der Geburt kamen Höhenleitners Eltern aus dem heimischen Dachau bei München nach Wolfsburg gereist. Im Gepäck hatten sie ein beinahe schon historisches Möbelstück. Eine Kinderwiege, in der schon der kleine Christoph vor 28Jahren schlief. "Ich war nicht der Erste. Meine Cousine, mein älterer Bruder, mein Cousin und zuletzt die Tochter meiner Cousine haben auch schon darin gelegen. Die Wiege ist fast 40 Jahre alt", erzählt er.
Auch Simon fühlt sich wohl darin. "Wenn er nicht gerade Hunger hat, schläft er meist. Bislang ist er ganz lieb", sagt Grandjean. Wie Helena wird auch Simon zweisprachig mit Deutsch und Französisch aufwachsen. Wird er denn sportlich in die Fußstapfen seines Vaters treten und Eishockey spielen? "Christoph sagt, er solle lieber Fußballer werden, die verdienen besser", flachst Grandjean. Gute Voraussetzungen für eine Profi-Sportler-Karriere wurden Simon in die Wiege gelegt. Der Papa gesteht grinsend: "Ja, es stimmt. Er hat schon meine O-Beine." Und die zählen in der DEL bekanntlich zu den schnellsten.
