Offensiv-Duo "bereit" fürs Comeback
EHC-Stürmer Laliberté und Werner kehren zum Iserlohn-Spiel ins Team zurück und wollen ersten Auswärtssieg
Die Abteilung Attacke des EHC Wolfsburg ist vor dem Auswärtsdoppelpack am Wochenende voll besetzt.
Stephen Werner und David Laliberté sind heiß auf ihr Comeback. Die zuvor verletzten EHC-Stürmer kehren im Spiel in Iserlohn am Samstag (18.30Uhr, live auf Sky) in den Kader des Wolfsburger Eishockey-Erstligisten zurück. Volle Offensivpower!
Vor allem Werner brennt auf das Match. Wegen Oberschenkelproblemen hatte der US-Amerikaner die ersten vier DEL-Punktspiele verpasst. Der Neuzugang kann es kaum noch erwarten, seine Erstliga-Premiere zu feiern. "Es wird Zeit", sagt der Center. "Ich habe sehr hart mit den Trainern gearbeitet. Nun ist alles wieder okay, ich bin bereit."
Schon vor dem Augsburg-Spiel am vergangenen Sonntag hatte Chefcoach Pavel Gross überlegt, Werner zu bringen. Aber: "Wir wollten kein Risiko eingehen. So hatte Stephen fünf weitere Tage Zeit und ist richtig gut vorbereitet", erklärt Gross. Und Werner will mithelfen, den ersten Auswärtszähler einzufahren. "Wir haben auswärts noch nicht gewonnen, gehen in Iserlohn auf drei Punkte", sagt der vom Zweitligisten Rosenheim gekommene Stürmer.
Auch Laliberté zeigt Daumen hoch. Adduktorenprobleme zwangen ihn am vergangenen Wochenende zum Zuschauen. "Ich bin viel Fahrrad gefahren, um fit zu bleiben. Ich fühle mich gut", sagt der Franko-Kanadier. Obwohl schon zweimal im Einsatz, steht beim rechten Außenstürmer noch die Null in der Scorer-Wertung. Seine Plus-Minus-Bilanz liest sich sogar noch schlechter: -2. Die Statistik sagt aus, bei wie vielen Toren des eigenen Teams und bei wie vielen Treffern des Gegners ein Spieler auf dem Eis stand. Über- und Unterzahlsituationen fließen nicht mit ein.
Gegen Iserlohn war Laliberté mit dem EHC schon einmal erfolgreich. In der Vorbereitung gewannen die Grizzlys mit 7:5. "Sommer-Eishockey" nannte Gross damals das 12-Tore-Match. "Solch ein Spiel wird es diesmal nicht werden", sagt Laliberté. Trotzdem: Nach dem Auswärtsdoppelpack in Iserlohn und am Montag (18.30Uhr) in Nürnberg sollen die ersten Auswärtspunkte auf dem EHC-Konto eingegangen sein. Laliberté fordert aber: "Erst einmal sollten wir den Fokus nur aufs erste Spiel legen." Kehren Laliberté und Werner ins 21er-Aufgebot zurück, muss einer der 22Akteure weichen. In dem Fall trifft es Youngster Vincenz Mayer. Aber: "Alle Spieler fahren mit. Es kann viel passieren, sogar noch beim Warmmachen", sagt Trainer Gross.

