Nur Furchner kommt aus dem Lazarett
WolfsburgVier Verletzte befinden sich derzeit im Lazarett des EHC Wolfsburg. Nur einer wird es schnell verlassen können. Stürmer Sebastian Furchner gibt sich vorsichtig optimistisch. Er hofft, dass er schon am Freitag (19.30 Uhr, live auf www.laola1.tv) im Auswärtsspiel des Eishockey-Erstligisten in Straubing wieder einsetzbar ist.
„Ich war bei unserem Chiropraktor und arbeite mit unserem Physiotherapeuten. Am Dienstag steige ich aufs Rad“, sagt Furchner, der Sonntag in Mannheim nicht spielen konnte. Seine Oberschenkelprobleme sollten aber bald überwunden sein.
Danach wird es Wochen oder gar Monate dauern, bis der Nächste zurückkommt. Die Langzeitverletzten Rainer Köttstorfer (Armsehnen durchtrennt), Christopher Fischer (Knie-Knorpelschaden) und Simon Danner (Gehirnerschütterung) sind noch weit vom Comeback entfernt.
Am dichtesten dran ist nach WN-Einschätzung Danner. „Es geht mir besser. Ich kann wieder leichtes Training absolvieren, gehe joggen“, erzählt der Stürmer, der seit September pausiert. „Auch ein bisschen Krafttraining und Stabilisationsübungen darf ich machen.“ Die Kopfschmerzen nach Belastung kommen immer seltener. Danners Hoffnung: „Dass die Jungs die Play-offs erreichen. Je länger wir spielen, desto mehr Spiele kann ich in dieser Saison hoffentlich noch machen.“
In Fischers Fall hängt vieles davon ab, wie die MRT-Untersuchung in der nächsten Woche ausfällt. „Tag der Wahrheit, da wird sich zeigen, ob der Knorpel nachgewachsen ist“, sagt er. Mitte Oktober waren ihm in einer Heidelberger Klinik nachgezüchtete Knorpelzellen eingepflanzt worden. Die Reha schreite zudem planmäßig voran. „Großes Lob an meinen Physiotherapeuten Heiko Schäfer“, sagt „Fischi“, der schon wieder leichtes Gerätetraining und Radfahr-Einheiten absolvieren darf. Ob er aber noch mal für den EHC aufläuft, ist offen. „Ich hoffe es, aber ich kann nichts riskieren. Ich will noch zehn Jahre Eishockey spielen.“
Auch Köttstorfers Rückkehr steht in den Sternen. „Die Reha zieht sich. Ich habe auch noch Schmerzen“, berichtet er. Im linken Arm und in der Hand fehlen noch Kraft und Gefühl, nachdem er sich Ende November eine schwere Schnittwunde zugezogen hatte, bei der Armsehnen durchtrennt worden waren. „Im Haushalt kann ich schon wieder einiges machen. Ich halte mich fit und fahre Rad. Aber aufs Eis zu gehen, ist mir noch zu riskant.“

