Nur ein Punkt in Straubing – Play-offs ade für den EHC?
Wolfsburg Die Luft im Kampf um einen Play-off-Platz wird wieder dünner für den EHC Wolfsburg. Gegen den direkten Konkurrenten Straubing gab es ein 3:4 n. P.
Eine bittere und vielleicht folgenschwere 3:4 (2:0, 0:2, 1:1)-Niederlage nach Penaltyschießen kassierte Eishockey-Erstligist EHC Wolfsburg am Freitagabend in Straubing. Bis auf drei Punkte hätten die Grizzlys an den Gegner herankommen können. Nun sind es sieben auf den noch zur Play-off-Teilnahme berechtigenden zehnten Platz. Es war zudem die siebte Wolfsburger Pleite in Serie gegen die Tigers.
2:0 hatte der EHC durch die Tore von Matt Dzieduszycki (1. Minute) und Robbie Bina (18.) nach dem ersten Drittel geführt. Im Mittelabschnitt aber schlugen die Gastgeber durch Tyler Beechey (25.) und Florian Ondruschka (34.) zurück. Im Schlussdurchgang brachte Tyler Haskins (46.) die Wolfsburger wieder in Front. Carsen Germyn (52.) glich zum 3:3 aus. Greg Moore (57.) und Kai Hospelt (58.) vergaben gute Chancen zum Sieg.
In der Verlängerung ließen die Grizzlys eine 4:3-Überzahl ungenutzt – Penaltyschießen. Hospelt, Dzieduszycki und Haskins vergaben. Für Straubing traf Germyn zum Sieg. Bitter: Auch die vor dem EHC stehenden direkten Konkurrenten Iserlohn und Hannover gewannen, München holte einen Zähler. Am Sonntag (16.30 Uhr, Eis-Arena) gegen Ingolstadt ist ein Sieg existenziell im Kampf um einen Play-off-Platz.
Wie vermutet, hatte EHC-Trainer Pavel Gross einen Torwartwechsel vorgenommen. Daniar Dshunussow musste seit langem mal wieder auf die Bank. Sebastian Vogl kam erstmals seit dem 28. Dezember zum Einsatz. Trotz starker Leistung mit einer Weltklasse-Parade in der 6. Minute gegen Laurent Meunier konnte er nicht verhindern, dass es für ihn persönlich die siebte Niederlage in Folge mit dem EHC war.
Im ersten Drittel versäumten es die Gäste, ihren Vorsprung schon früh vorentscheidend auszubauen. „Ein 2:0 ist im Eishockey nicht viel“, hatte Manager Charly Fliegauf in der ersten Drittelpause gewarnt. Gern hätte er Unrecht behalten, aber das geflügelte Wort bewahrheitete sich. Straubing kam druckvoll zurück und zum Ausgleich. „Dabei hatten wir genau davor in der Kabine gewarnt.“
Auch Gross war enttäuscht. „Wir wollten drei Punkte mitnehmen. Aber im zweiten Drittel haben wir nur noch reagiert, uns das Spiel aus der Hand nehmen lassen“, sagte er. Das Fehlen des zuletzt starken Stürmers Sebastian Furchner machte sich erneut negativ bemerkbar.

