Nun ist auch noch Laliberte verletzt
Wolfsburg Die Personalsorgen werden beim EHC Wolfsburg nicht deutlich weniger. Mit John Laliberte ist der nächste Leistungsträger außer Gefecht.
Und wieder muss ein Hochkaräter des EHC Wolfsburg das Training auslassen. Top-Stürmer John Laliberte ist fünf Tage vor dem Start ins Play-off-Viertelfinale der Deutschen Eishockey-Liga gegen Straubing angeschlagen.
Wie schwer und weswegen, das will Cheftrainer Pavel Gross nicht sagen. In der heißesten Phase der Saison werden die Klubverantwortlichen immer verschwiegener. Bloß dem Gegner keine Tipps geben, lautet das Motto allerorts.
Laliberte (17 Saisontore) jedenfalls schaute sich die Einheit am Mittwoch zusammen mit Matt Dzieduszycki eine Zeit lang an, ehe der US-Amerikaner wieder in der Kabine verschwand. Auch „Diesel“ ist weiter verletzt. Die Rückenprobleme des Kanadiers lassen immer noch kein Comeback zu. Gross verzichtet auf eine Prognose. Es sieht nicht danach aus, dass der Torjäger bis zum ersten Spiel der Viertelfinal-Serie am Mittwoch, 21. März (19.30 Uhr, Eis-Arena), fit ist.
Im Fall Laliberte gibt sich Gross indes zuversichtlich. „,Libs’ bekommt auch am Freitag noch eine Pause. Samstag haben dann alle Spieler frei. Ich gehe davon aus, dass er danach wieder dabei ist“, sagt der Chefcoach. Lalibertes Mitwirken gegen Straubing ist wichtig. Mit Dzieduszycki und Tyler Haskins (Saisonende nach Hüft-OP) fallen seine beiden Sturmpartner der ursprünglichen Reihe 2 schon aus. Zudem steht Adrian Fosters Einsatz auf wackligem Fundament. Der Center ist ebenfalls angeschlagen.
Dafür mischt André Huebscher wieder im Training mit. Nach fast vier Wochen Verletzungspause wegen muskulärer Probleme arbeitet der Stürmer wieder auf dem Eis. Das gilt auch für Kapitän Blake Sloan. Nach seinem Comeback in Hannover fehlt dem routinierten Verteidiger noch die Wettkampfhärte. Die Folgen des Wadenbeinbruchs spürt der 36-Jährige auch nach mehr als drei Monaten noch. „Blake hat sicher Schmerzen, beißt auf die Zähne“, sagt sein Trainer.
Trotz der Ausfälle zeigt sich Gross zufrieden mit dem Training. „Wir hatten ein gutes Tempo. Wir sind erst gelaufen, haben dann Zweikämpfe geübt und sind dann wieder gelaufen. Nur in den ersten Minuten hatte ich den Eindruck, dass wir nach drei Tagen Pause etwas eingerostet waren.“
Für Freitag kündigt er an, das Pensum etwas steigern zu wollen. Am Samstag können sich seine Schützlinge davon erholen, Sonntag geht es weiter. Der Play-off-Rhythmus wird einstudiert.



