Norm Milley beendet die schwarze Heimserie
Wolfsburg Bis zum neunten Spieltag dauerte es, ehe die Fans einen Heimsieg des EHC Wolfsburg bejubeln durften. 4:3 n. V. hieß es am Ende gegen Nürnberg.
Mit Ach und Krach kam der EHC Wolfsburg am Sonntag gegen Nürnberg zum ersten Heimsieg der Saison in der Deutschen Eishockey-Liga.
Die Grizzlys mussten aber trotz einer 3:0-Führung noch in die Verlängerung, wo sie durch ein Tor von Norm Milley mit 4:3 (1:0, 2:0, 0:3) siegten. Vor 1573 Zuschauern in der Eis-Arena hatten Patrick Pohl (14. Minute), Niko Dimitrakos (21.) und mit einem Unterzahltreffer Kai Hospelt (39.) den EHC schier uneinholbar in Führung gebracht. Im letzten Drittel aber kassierte das Team von Trainer Pavel Gross innerhalb von gut drei Minuten drei Tore durch Sven Butenschön (47.), Dusan Frosch (48.) und Patrick Reimer (50.) – 3:3.
In der Verlängerung nutzte Milley (63.) eine Überzahl zum Siegtreffer und rettete den Zusatzpunkt. „Eigentlich hätte es nach zwei Dritteln 5:0 für uns stehen sollen“, sagte Gross und bemängelte abermals die Chancenauswertung seines Teams. Dem zollte er aber immerhin großes Lob für den kämpferischen Einsatz. „Die Mannschaft wollte den Sieg unbedingt“, sagte der Trainer.
Ohne Christoph Höhenleitner mussten die Grizzlys antreten. Der Stürmer pausierte wegen eines geschwollenen Auges (siehe EHC aktuell). Seinen Platz in der dritten Reihe nahm Adrian Grygiel ein. Ein halbes Dutzend zu eins – so las sich das Chancenverhältnis aus Sicht des EHC nach den ersten 20 Minuten. Aber Matt Dzieduszycki (7.) und Greg Moore (2./16.) ließen zum Teil sogar 100-prozentige Möglichkeiten aus. Auch drei Powerplays blieben ungenutzt. Pohl im Nachschuss war wenigstens erfolgreich. Viel Aufwand für ein Törchen.
Zu Beginn des Mittelabschnitts drehte Dimitrakos auf, der sein erstes Saisontor schoss und sein bestes Spiel im EHC-Trikot machte. Der Pfosten und nach einem Bauerntrick Torwart Tyler Weiman in letzter Sekunde standen weiteren Treffern des Centers im Weg. In der 25. Minute nahm Gästetrainer Jeff Tomlinson eine Auszeit, danach kippte das Match. In Unterzahl jedoch erkämpfte Hospelt den Puck und vollendete mit letzter Kraft zum 3:0, der vermeintlichen Entscheidung. Schon das zweite Unterzahl-Tor des Kapitäns. Doch die Gäste schlugen zurück und wollten nach dem 3:3 sogar noch den Sieg. Doch den angelte sich der EHC in der Overtime.
