Negativserie gestoppt: EHC siegt 4:3 in Augsburg
Wolfsburg Na also, EHC, es geht doch! Der Wolfsburger Eishockey-Erstligist hat seine Negativserie mit fünf Niederlagen in Folge gestoppt.
Die Mannschaft von Trainer Pavel Gross feierte gestern Abend einen 4:3 (0:0, 0:1, 4:2)-Erfolg bei den Augsburger Panthern. Alle vier EHC-Tore fielen im letzten Drittel.
Daryl Boyle (22. Minute), Stephen Werner (45.) und Thomas Jordan Trevelyan (49.) trafen für die Panther. Greg Moore (42.), Matt Dzieduszycki (50.), Aaron Brocklehurst (57.) und Sebastian Furchner (60.) in seinem 600 DEL-Spiel drehten die Partie. Morgen (16.30 Uhr) sind die Iserlohn Roosters zu Gast in der Eis-Arena.
Die 3432 Zuschauer im Curt-Frenzel-Stadion sahen ein temporeiches und faires erstes Drittel, in dem es nicht eine Strafzeit gab. Die Augsburger waren zwar optisch leicht überlegen, die deutlich besseren Chancen hatten jedoch die Wolfsburger. Pech hatte Robbie Bina, der den Puck von der blauen Linie an den Pfosten knallte (18.). Kurze Zeit später scheiterten Vincenz Mayer und Greg Moore am überragenden Panther-Torwart Patrick Ehelechner (19.).
Auch im zweiten Durchgang bestimmten die Grizzlys über weite Strecken das Spielgeschehen. Das einzige Tor erzielten jedoch die Hausherren. Der erst vor einer Woche verpflichtete Amerikaner Derek Whitmore legte glänzend für Boyle auf, der Daniar Dshunussow im EHC-Kasten keine Chance ließ (22.).
Anschließend spielte sich das Geschehen fast nur noch in der Augsburger Hälfte ab. Doch die Wolfsburger nutzten einfach ihre Torchancen nicht. So scheiterten Kai Hospelt, Norm Milley und Justin Mercier innerhalb von 60 Sekunden an Ehelechner (25.). Einen Wurm-Schuss von der linken Seite ließ Ehelechner nach vorne abprallen. Tyler Haskins stand völlig frei vor dem Tor und hätte den Ausgleich erzielen müssen – vorbei (27.). Selbst 51 Sekunden in 5:3-Überzahl nutzten die Gäste nicht. Zweimal Brocklehurst und Moore versuchten es aus der Distanz, scheiterten aber (28.).
Kurz nach Beginn des letzten Drittels glich Moore mit einem trockenen Handgelenksschuss aus (42.). Doch Werner, der vor der Saison aus Wolfsburg nach Augsburg gewechselt war, erhöhte nach schöner Kombination auf 2:1 (45.), nachdem er kurz zuvor nur den Pfosten getroffen hatte. Treveljan nutzte einen kapitalen Fehler von EHC-Kapitän Kai Hospelt und schoss den Puck aus spitzem Winkel Dshunussow an den Rücken – 3:1 (49.).
Der EHC steckte nicht auf und kam zum verdienten Anschlusstreffer durch Dzieduszycki (50.). Gross nahm drei Minuten vor dem Ende eine Auszeit und Torwart Dshunussow zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis. Und die Wolfsburger wurden für ihren unermüdlichen Kampfgeist belohnt. Erst gelang Brocklehurst mit einem Kracher der Ausgleich (57.). 29 Sekunden vor dem Ende sorgte Furchner für den Sieg.
Morgen haben die Wolfsburger nun die Chance, mit einem Heimsieg gegen Iserlohn das erste Sechs-Punkte-Wochenende in dieser Saison perfekt zu machen.
