Nächster Star vor Abflug – Fischer flirtet mit Adlern
Wolfsburg Kai Hospelt ist am Saisonende weg, Christopher Fischer könnte folgen. Der Nationalspieler des EHC Wolfsburg verhandelt auch mit Liga-Krösus Mannheim.
Der nächste Nationalspieler des EHC Wolfsburg steht offenbar kurz vor dem Absprung. Christopher Fischer verhandelt mit seinem früheren Klub Adler Mannheim über eine Rückkehr. Die Nachricht macht in Berater-Kreisen die Runde, und der Verteidiger bestreitet sie auch gar nicht.
„Ich habe aber noch keine Entscheidung getroffen“, sagt der 24-Jährige, dessen Vertrag am Saisonende ausläuft, auf WN-Nachfrage. Er will sich zwar nicht unter Druck setzen lassen, rechnet aber mit einer schnellen Entscheidung. „Bei den deutschen Spielern wollen die Klubs früh Bescheid wissen.“ Außerdem hatte er vor zwölf Tagen im WN-Gespräch schon angekündigt, sich zwei Wochen später entscheiden zu wollen. Das wäre in dieser Woche.
Fischer wäre der zweite herbe Verlust für die Grizzlys im nächsten Sommer. Zuvor hatte bereits Kapitän und Nationalmannschaftskollege Kai Hospelt seinen Weggang zum Saisonende bekannt gegeben. Er wechselt voraussichtlich nach Mannheim, das im Transferpoker mit Berlin zuletzt die deutlich besseren Karten hatte.
Fischer zählt zu den Stars der Mannschaft von EHC-Trainer Pavel Gross. Derzeit ist der offensive Rechtsverteidiger allerdings schwer verletzt. Ein Knorpelschaden im Knie zwingt ihn zu einer monatelangen Pause. Er wartet darauf, dass ihm in einer weiteren Operation nachgezüchtete Knorpelmasse ins verletzte Gelenk eingesetzt werden kann. Wann beziehungsweise ob er in dieser Spielzeit überhaupt noch einmal zurückkommt, ist offen. Frühestens für Anfang 2013 ist ein Comeback realistisch.
Unabhängig davon ist Fischer heiß umworben. Der EHC hat ihm ein neues, gut dotiertes Angebot unterbreitet. „Trotz des Risikos seiner Verletzung“, wie Sportdirektor Charly Fliegauf bereits mehrfach betonte. Dass die Wolfsburger mit Liga-Krösus Mannheim nicht mithalten können, haben die Personalien Hospelt, Ken Magowan und Justin Papineau hinlänglich bewiesen.
