Mit Kapitän Haskins gegen Davos
Wolfsburg Nagelprobe für die Grizzlys: Der EHC Wolfsburg testet heute gegen den Schweizer Traditionsklub HC Davos.
Der EHC absolviert am Mittwoch den ersten Hammertest der Saison. Anlässlich seiner Testspiel-Reise in die Schweiz trifft Wolfsburgs Eishockey-Erstligist auf den renommierten HC Davos aus der Nationalliga A.
Von 19.45 Uhr an treten beide Mannschaften in Worb gegeneinander an. Der HC ist für die Grizzlys kein Unbekannter. Der Gastgeber des legendären, seit 1923 in Davos stattfindenden Spengler-Cups gewann die Auflage des internationalen Turniers im vergangenen Jahr, als der EHC als deutscher Vizemeister das erste Mal dort teilnehmen durfte. Beide Mannschaften trafen zwar nicht aufeinander. Aber die Wolfsburger hatten Gelegenheit, den HC unter die Lupe zu nehmen.
In Davos sammelte Daniar Dshunussow auch bereits Schweiz-Erfahrung. Der Torwart steht am Mittwoch zwischen den Pfosten. Trainer Pavel Gross behält das Rotationsprinzip bei und setzt den zuletzt eingesetzten Sebastian Vogl erst einmal wieder auf die Bank. Das einzige Duell mit einem Schweizer Team beim Spengler-Cup verlor der EHC aber. 0:6 hieß es im Gruppenspiel gegen die Kloten Flyers.
Rotation gibt es – wie angekündigt – auch bei den Mannschaftsführern. „Als Kapitän läuft Tyler Haskins auf. Seine Assistenten sind Niko Dimitrakos und Kai Hospelt“, teilt Gross mit. Der Trainer will sehen, wer sich als Führungsspieler eignet, ehe er vor dem letzten Testspiel-Wochenende im September seine Wahl trifft.
Führungsstärke werden die Grizzlys auch brauchen. Davos hat eine aus aktuellen und ehemaligen Nationalspielern sowie aus drei guten Tschechen bestehende Truppe. Petr Sykora (21 Tore/28 Assists), Petr Taticek (26/15) und Josef Marha (9/8) spielen allesamt als Center. „Gute Ausländer in einer technisch starken Mannschaft“, lobt EHC-Sportdirektor Charly Fliegauf den Gegner. Was ihn aber optimistisch stimmt: „Bei uns sind alle 23 mitgereisten Spieler fit.“
Die Reihen bleiben im Vergleich zu den gewonnenen Tests in Dänemark unverändert. Darauf legte sich Trainer Gross bereits fest.


