Mayer empfiehlt sich für Stammplatz
Wolfsburg Sieg Nummer 7 ist perfekt: Der EHC Wolfsburg feiert einen 5:1-Kantersieg im Testspiel-Derby in Hannover.
Ein Blitzstart bescherte Eishockey-Erstligist EHC Wolfsburg den siebten Sieg im achten Testspiel. Mit 5:1 (3:0, 0:0, 2:1) gewannen die Grizzlys am Freitagabend beim Niedersachsen-Rivalen Hannover Scorpions.
Der bisherige Stürmer Nummer 13, Vincenz Mayer, meldete mit zwei Toren Stammplatzansprüche an. Die weiteren Treffer erzielten Matt Dzieduszycki, Greg Moore und Simon Danner. Für Hannover traf der Ex-Wolfsburger David Sulkovsky.
Nach knapp drei Minuten war die Vorentscheidung fast schon gefallen. Dzieduszycki in Überzahl und Vincenz Mayer hatten Hannovers Nummer 2, Maximilian Englbrecht, kalt erwischt – 2:0 für die Gäste. Die packten noch im ersten Drittel in Unterzahl durch Moore das 3:0 obendrauf. Das war es endgültig.
Zum Mittelabschnitt wechselte der neue Scorpions-Trainer Igor Pavlov Nationalkeeper Dimitri Pätzold ein. Der ließ in den folgenden 20 Minuten ebensowenig einen Treffer zu wie auf der anderen Seite EHC-Neuzugang Sebastian Vogl. Der aus Landshut gekommene Torhüter macht Daniar Dshunussow Druck. „Das wird eine schwere Entscheidung für den Trainer“, sagt Wolfsburgs Sportdirektor Charly Fliegauf zum internen Torwartduell.
Die beste Chance im zweiten Drittel ließ Moore ungenutzt. Der ehemalige Augsburger traf die Lattenunterkante (36.). Vogl indes hielt anschließend stark gegen Hannovers Schlagschuss-Spezialisten Sascha Goc. Die Scorpions verpassten es in der Phase, aus ihren vielen Überzahlsituationen Kapital zu schlagen.
Im Schlussdrittel erhöhten dann stattdessen Mayer und Danner auf 5:0. Pech für Torwart Vogl – Sulkovsky vermieste ihm den durchaus möglichen und verdienten Shut-out (Spiel ohne Gegentor).
„Wir waren in fast allen Belangen überlegen. Wir müssen es nun aber noch schaffen, nicht nur 40, sondern die kompletten 60 Minuten unser Spiel zu spielen“, sagte EHC-Stürmer Christoph Höhenleitner.
Am Sonntag geht es für den EHC mit dem letzten Testspiel gegen Iserlohn (18.30 Uhr, Eis-Arena) weiter. Dann soll auch Mittelstürmer Niko Dimitrakos wieder dabeisein, der am Freitag wegen Rückenbeschwerden fehlte.
Hannover Scorpions: Englbrecht – Goc, Wilhelm; Regan, Reiß; Daschner, Thomson; Griffin – Ciernik, Hlinka, Morczinietz; Sulkovsky, Green, King; A. Janzen, Blank, S. Janzen; Richter, Fauser, Krüger.
EHC Wolfsburg: Vogl – Schopper, Blanchard; Bina, Brocklehurst; Kohl, Köttstorfer; Keller – Milley, Hospelt, Furchner; Dzieduszycki, Haskins, Danner; Moore, Pohl, Polaczek; Grygiel, Mayer, Höhenleitner.
Tore: 0:1 (01:54) Dzieduszycki (Milley, Brocklehurst/5:4), 0:2 (02:57) Mayer (Höhenleitner), 0:3 (16:36) Moore (Polaczek/4:5), 0:4 (46:02) Mayer (Höhenleitner, Polaczek), 5:0 (47:54) Danner (Brocklehurst, Haskins), 5:1 (48:05) Sulkovsky (King, Reiß).
Strafzeiten: Hannover 14 Minuten, Wolfsburg 18 Minuten.
Schiedsrichter: Georg Jablukov (Berlin), Richard Schütz (Moers) sowie als Linesmen Thomas Gemeinhardt und Gregor Brodnicki (beide Wolfsburg).
