Lange vermisstes Siegerlächeln ist zurückgekehrt
Düsseldorf Zuletzt schauten die EHC-Profis zumeist traurig drein. Nach dem 5:2 in Düsseldorf ist das Siegerlächeln aber in ihre Gesichter zurückgekehrt.
Am Freitagabend hatten fast alle ein Lächeln im Gesicht. Gewonnen und endlich einmal wieder alle drei Punkte geholt. Die Profis des Eishockey-Erstligisten EHC Wolfsburg vergaßen für einen Moment, dass sie trotz des 5:2-Sieges in Düsseldorf immer noch Tabellenletzter sind.
Das breiteste Grinsen setzte Armin Wurm auf. Neun Monate hatte der Verteidiger wegen eines Fußbruches kein Spiel absolvieren können. Gegen die DEG gab er sein Comeback. „Ich war lange Zeit raus. Ich habe die einfachen Sachen gemacht und hatte es mir schwieriger vorgestellt“, erzählte er hinterher.
Sein Trainer verteilte sogar ein Sonderlob. „,Wurmi‘ hat seine Sache gut gemacht. Seine Einstellung gefällt mir“, sagte Pavel Gross. „Er wirft sich in die Checks. Genau das brauchen wir.“
Wurm war sofort zur Stelle, als ihn sein Team brauchte. Nach der Hälfte der Spielzeit flog Kollege Benedikt Schopper mit einer Matchstrafe vom Eis. Aus Wurms Teil- wurde Vollzeitbeschäftigung. Es fiel nicht auf, dass er seit dem 20. Januar kein Spiel mehr bestritten hatte. „Unsere Trainer haben mich langsam aufgebaut. Ich habe die Verletzung gut verarbeitet.“
Die Verarbeitung der Matchstrafe dauerte bei Schopper kurz nach Spielschluss noch an. Klar ist: Der Abwehrhüne fehlt auf jeden Fall am Sonntag (16.30 Uhr, Eis-Arena) gegen die Hamburg Freezers. Ob seine Sperre ausgedehnt wird, verhandelt die DEL erst am Montag. „Zumindest der Sieg ist eine Erleichterung. Die Düsseldorfer kämpfen immer gut, aber wir haben diesmal dagegengehalten“, sagte „Schoppi“, der in den Augen der Schiedsrichter aber einmal zu heftig Widerstand leistete.
Deshalb kam der zweite EHC-Rückkehrer, Martin Walter, auch zurück aufs Eis. Aber nur, um das Spielfeld zu überqueren und Schoppers Sperre abzusitzen. „Für einen solchen Fall hatten wir ihn mitgenommen“, erklärte Gross. Ansonsten wollte der Trainer den Verteidiger fünf Wochen nach dessen Fingerbruch noch nicht bringen. Vielleicht darf oder muss Walter gegen seinen Ex-Klub Hamburg ran.
Auch da wird der EHC nur mit Kampf bestehen können. Der Einsatzwille war in Düsseldorf der Schlüssel zum Erfolg. Besonders deutlich machte es sich in Unterzahl bemerkbar. Deshalb bilanzierte Gross auch: „Die Special Teams haben eine große Rolle gespielt. Lob an die Penaltykiller.“
Allen voran an Doppeltorschütze Sebastian Furchner, dem im gegnerischen Powerplay das vorentscheidende 3:1 (38. Minute) gelungen war. Und er demonstrierte noch einmal das lange vermisste Siegerlächeln und sagte stolz: „Wir wussten, dass es schwer wird. Aber diesmal haben alle gekämpft.“



