"Kölliker ist ruhiger als Krupp"
EHC-Mittelstürmer Kai Hospelt im WN-Gespräch: Das sagt der Nationalspieler vor dem Deutschland-Cup
WOLFSBURG. Von Freitag an bis Sonntag steigt der Deutschland-Cup in München. Gleich vier Spieler des EHCWolfsburg stehen im Aufgebot der deutschen Eishockey-Nationalmannschaft. Kai Hospelt ist der international erfahrenste von ihnen. Im Gespräch mit unserer Zeitung spricht er über Ziele und den neuen Bundestrainer Jakob Kölliker.
Kai Hospelt über
den neuen Bundestrainer: "Bei ihm ist der Ablauf sehr ähnlich wie unter seinem Vorgänger Uwe Krupp. Aber im Unterschied zu diesem spricht Jakob Kölliker mit uns das komplette Training vorab durch. Während der Einheit unterbricht er die Übung, wenn er etwas sagen will. Uwe Krupp hat viel mehr auf dem Eis gesprochen. Jakob Kölliker ist hier ruhiger."
die neue Taktik: "Unser System ist etwas anders als vorher. Es sind aber eher Kleinigkeiten beim Forechecking und beim Spiel in der neutralen Zone zum Beispiel. Jakob Kölliker hat eine etwas andere Eishockey-Mentalität als Uwe Krupp. Aber genau wie früher: Wenn wir die Chance haben, sollen wir nach vorne gehen. Ansonsten stehen wir kompakt und spielen defensiv solide."
die Zielsetzung für den Deutschland-Cup: "Wir wollen gewinnen. Nach den Siegen in den beiden Vorjahren wird es aber schwierig. Ich persönlich möchte zeigen, dass ich unabhängig davon, wer Trainer ist, ins Nationalteam gehöre. Ich hoffe auf viel Eiszeit."
seine Eindrücke beim Training: "Wir haben schon ein bisschen was gemacht, aber auch nichts verrücktes. Schließlich wollen wir vor den Spielen nicht schon kaputt sein. Wir hatten am Dienstagabend eine Einheit, am Mittwoch zweimal Training und am Donnerstag einmal. Dazu kamen Teamsitzungen."
die Aufstellung der Wolfsburger Nationalspieler: "Ich spiele in einer sehr offensiven Reihe mit André Rankel von den Eisbären Berlin und Michael Wolf aus Iserlohn. Wir hatten zuletzt schon zusammengespielt, kennen uns bereits. Das ist sicherlich ein Vorteil. Aber ich muss nun natürlich das Vertrauen des Bundestrainers auch mit guten Leistungen rechtfertigen. Meine EHC-Kollegen Christopher Fischer und Benedikt Kohl haben als Verteidiger-Pärchen zumeist hinter unserer Reihe gespielt im Training. Ich weiß aber nicht, ob das im Spiel gegen die Schweiz dann auch so sein wird. Schließlich haben wir im Training zumeist mit neun Verteidigern geübt, die sich immer wieder abgewechselt haben."
den erstmals vier Spieler umfassenden Wolfsburger Block in der Nationalmannschaft: "Für den Verein ist das selbstverständlich eine super Sache. Wie schon bei vergangenen Nationalmannschafts-Spielen teile ich mir mit Christopher Fischer ein Zimmer. Ich glaube, dass auch Benedikt Kohl und Benedikt Schopper Zimmerkollegen sind. Es ist natürlich schön, wenn man mit mehreren Kollegen unterwegs sein kann. Aber die meisten der anderen Spieler kenne ich ja auch schon länger."
die deutschen Turnier-Gegner Schweiz, Slowakei und USA: "Ich habe die anderen Teams noch nicht gesehen. Aber die Schweizer sind gegen uns immer top motiviert und stark. Meinen EHC-Kollegen Stephen Werner, der für die USA spielt, habe ich hier in München noch nicht getroffen. Viele der US-Amerikaner kennt man ja aus der DEL."
