Kleiner EHC-Höhenflug endet in Straubing
Der kleine Höhenflug endete jäh in Straubing. Nach zuvor drei Siegen am Stück kassierte Eishockey-Vizemeister EHC Wolfsburg am Dienstagabend eine selbstverschuldete 2:4 (1:1, 1:1, 0:2)-Niederlage beim Tabellenvorletzten.
Lediglich Norm Milley und Sebastian Furchner trafen für den in den ersten beiden Dritteln stärkeren Gast. Die spielerisch limitierten Straubinger hatten das größere Stehvermögen und gewannen durch Treffer von Andy Canzanello, Daniel Sparre, Karl Stewart und Matt Hussey. Damit verpasste es das Team von Trainer Pavel Gross, den grandiosen 5:4-Sieg in Mannheim vom Sonntag zu vergolden.
Zum Spiel: Schon nach 30 Sekunden besitzt Patrick Davis die erste EHC-Chance – gehalten. Die Grizzlys läuferisch und spielerisch besser als die Tigers, machen aber nichts daraus. Plötzlich verliert Armin Wurm den Puck hinterm eigenen Tor. Pass auf Canzanello, Schuss – 1:0 für Straubing (5.Minute). Ein Tor aus dem Nichts.
Gleich das erste Powerplay nutzt der EHC aber zum 1:1-Ausgleich. Querpass Matt Dzieduszycki, Milley vollstreckt (10.). Wolfsburg am Drücker, aber die Bayern mit einer Doppelchance durch Jean-Michel Daoust (15.). Er schießt daneben.
Ähnliches Bild im zweiten Drittel. In einer an Höhepunkten armen Begegnung dominieren die individuell besseren Gäste. Die Hausherren halten mit Kampf dagegen und haben Möglichkeiten durch Calvin Elfring (24.) und Hussey (25.). In Überzahl scheitert auf der anderen Seite Davis am sensationell parierenden Barry Brust im Tigers-Tor (27.). In Unterzahl muss der EHC das 1:2 durch Sparre hinnehmen (32). Furchner auf Pass Stephen Werner gleicht zwei Minuten später aus. Kurz vor der zweiten Pause trifft dann der EHC zweimal durch Matt Dzieduszycki und Tyler Haskins das leere Tor nicht.
Im letzten Drittel bauen die Grizzlys ab. Stark nur ihr Penaltykilling. Benedikt Kohl und dann John Laliberte bei schon angezeigter Strafe müssen zeitgleich auf die Sünderbank – volle 120 Sekunden 3 gegen 5 für den EHC. Der lässt aber nur einen Torschuss zu. Kaum komplett, scheppert es trotzdem. Stewart trifft fast von der rechten Bande (52.). Der Schuss ist noch von Kohl angefälscht. Die Grizzlys haben eine Ausgleichschance durch Laliberte, der ein Luftloch schlägt (54.). Kurz darauf macht Hussey mit seinem Tor zum 4:2-Endstand alles klar (55.).



