Kleine Chance im Fall Tyler Haskins
Die Rückkehr des Stürmers zum heutigen Gastspiel des EHCWolfsburg in Hannover ist möglich. Auf jeden Fall hütet Daniar Dshunussow das Tor.
Um die Favoritenrolle kommt der EHC Wolfsburg am Dienstagabend nicht herum. Von 19.30 Uhr an (live bei Eurosport) gastiert der Eishockey-Vizemeister und DEL-Fünfte bei den Hannover Scorpions. Allerdings besteht nur eine kleine Hoffnung auf den Einsatz von Mittelstürmer Tyler Haskins.
"Die Entscheidung fällen wir nach dem Training am Dienstagvormittag", sagt EHC-Trainer Pavel Gross. Haskins laboriert an einer Oberkörperverletzung aus dem Freitag-Spiel in Iserlohn. Die Einsatzchancen liegen wohl einiges unter 50Prozent. "Wenn Tyler nicht spielt, wird nicht so viel passieren", sagt Gross. Voraussichtlich Patrick Davis vertritt Haskins in Reihe2. Spielt der US-Boy doch, kann es schon sein, dass der Trainer mal wieder einen vermeintlichen Star in Reihe 4 abschiebt – als Denkzettel. Im Tor steht weiter Daniar Dshunussow.
Das vom ehemaligen Grizzly-Trainer Toni Krinner trainierte Scorpions-Team hat nur eines seiner vergangenen elf Spiele gewonnen und fiel deshalb auf den vorletzten Tabellenplatz zurück. "Hannover hat große Verteidiger, wird hinten drin stehen und auf Konter lauern", warnt Gross zwar. Aber wahrscheinlich fürchtet der EHC-Trainer den Gegner weniger als die Wankelmütigkeit seiner Mannschaft.
Erst am Sonntag nach dem 0:1 gegen Mannheim war ihm der Kragen geplatzt. Trotz nur zweier Gegentore aus den jüngsten drei Spielen gegen Berlin (0:1), in Iserlohn (3:0) und eben gegen Mannheim hatten die Grizzlys nur drei Punkte geholt. "Wenn mir vorher jemand gesagt hätte, wir holen bei insgesamt zwei Gegentoren nur drei Punkte, hätte ich gesagt: ,Du spinnst!‘", sagt der Coach und wiederholt seine Kritik an "einigen Import-Stürmern", die bislang vor allem bei 5 gegen 5 zu selten getroffen hätten.
Auch ohne namentlich genannt worden zu sein, dürfen sich die Neuzugänge David Laliberté, Davis, jedoch auch die etablierten Norm Milley und John Laliberte angesprochen fühlen. "Was ich nach dem Mannheim-Spiel in der Pressekonferenz gesagt habe, habe ich auch in der Kabine gesagt. Um Topteams zu schlagen, müssen bei einigen 5 bis 15Prozent extra kommen." Und gegen Hannover werde bloße Anwesenheit ebenfalls kaum reichen.
