Hospelt sichert den Grizzlys den Zusatzpunkt
EHCWolfsburg siegt in Nürnberg 4:3 nach Penaltyschießen. Das Verteidiger-Trio Bina, Fischer und Paetsch trifft für den Eishockey-Vizemeister.
Der EHCWolfsburg hat das Sechs-Punkte-Wochenende knapp verpasst. Nach dem sensationellen 5:2 am Freitag gegen Berlin gewann der Eishockey-Erstligist am Sonntagnachmittag in Nürnberg 4:3 (1:0, 0:2, 2:1) nach Penaltyschießen. Siegtorschütze war Kai Hospelt.
Der Nationalstürmer verwandelte den entscheidenden Penalty. Die drei Nürnberger Schützen und sein Teamkollege Tyler Haskins scheiterten mit ihren Versuchen. In der regulären Spielzeit hatten Robbie Bina mit seinem ersten Saisontor (2.Minute) sowie jeweils im Powerplay Christopher Fischer (43.) und Nathan Paetsch (58.) für Wolfsburg getroffen. Für Nürnberg erzielten die jungen Yasin Ehliz (23.) und Peter Lindlbauer (30.) jeweils ihr erstes DEL-Tor. 47Sekunden vor dem Ende glich zudem Eric Chouinard bei 6 gegen 5 zum 3:3 aus und erzwang die Verlängerung. Die Gastgeber hatten zu dem Zeitpunkt ihren Torwart zugunsten eines sechsten Feldspielers herausgenommen.
Bis auf die verletzten Benedikt Schopper (Jochbeinbruch) und Stephen Werner (Patella-Luxation) spielte der EHC in Bestbesetzung beim Tabellenletzten. Im guten ersten Drittel verpassten die Grizzlys eine höhere Führung. Die besten Chancen vergaben Norm Milley (13.) und Fischer (14.) bei 5 gegen 3.
Im zweiten Drittel spielte der EHC zu passiv, geriet 1:2 in Rückstand. Erst im Schlussdrittel drehte er wieder auf. Nach Paetschs Treffer zum 3:2 zweieinhalb Minuten vor Schluss sah der EHC schon wie der Sieger aus. Doch Gästetrainer Peter Draisaitl nahm kurz vor Schluss eine Auszeit und ließ anschließend seinen Torwart auf der Bank. Mit Erfolg: Chouinard traf.
Direkt im Anschluss kassierte Bina eine umstrittene Strafzeit. Die letzten 39Sekunden der regulären Spielzeit und den Beginn der Verlängerung bestritten die Grizzlys in Unterzahl. Souverän verhinderten sie den Nürnberger Siegtreffer und erreichten das Penaltyschießen.
Nürnberg begann mit T.J. Kemp, der scheiterte. Auch die folgenden Haskins und Chris Collins vergaben. Dann kam Hospelt – Tor! Daran änderten auch leichte Nürnberger Proteste und der herangezogene Videobeweis nichts. Als im Anschluss Chouinard verschoss, stand der EHC-Sieg fest. Am Dienstag (19.30Uhr, Eis-Arena) geht es mit dem Heimspiel gegen Straubing weiter.



