Hoher EHC-Aufwand reicht nicht gegen effiziente Gäste
Wolfsburgs Grizzlys kassieren mit 2:3 gegen Hamburg erste Saison-Heimniederlage
Erste Heimschlappe: Der EHC Wolfsburg ließ gegen die Hamburg Freezers die Punkte liegen.
Die erste Heimniederlage der Saison kassierte Eishockey-Erstligist EHC Wolfsburg am Freitagabend. Den Hamburg Freezers unterlagen die Grizzlys mit 2:3 (0:2, 1:1, 1:0). Die Tore durch Norm Milley und Blake Sloan reichten nicht zu Punkten.
Eine Überzahl nach 39 Sekunden half dem EHC, ins Match zu kommen. Tyler Haskins (1. Minute), Christoph Höhenleitner (4., 7.) besaßen die ersten Möglichkeiten. Aus dem Nichts gingen die Gäste in Führung. Von Benedikt Schoppers Schlittschuh prallte der Puck zufällig vor Jerome Flaakes Füße. Der Hamburger verwandelte zum 0:1 (7.). Kurz darauf hatten die Freezers erneut Glück. David Wolfs Aktion gegen Benedikt Kohl hätte als Check gegen den Kopf gewertet werden können (9.). Doch statt mit fünfminütigem EHC-Powerplay ging es 5 gegen 5 weiter. Die Gäste wurden stärker. Schuss Patrick Köppchen, abgefälscht, zweiter Versuch Serge Aubin – 0:2 (14.).
"Wir machen nicht viel verkehrt. Wir sind überlegen, machen das Spiel", sagte EHC-Verteidiger Christopher Fischer nach dem ersten Drittel im Sky-Interview. Die Grizzlys liefen nach der Pause erneut an. Eine knappe Viertelstunde dauerte es, bis Zählbares heraussprang. Milley fälschte die Scheibe mit dem Schlittschuh ungewollt ins Freezers-Tor ab – 1:2 (34.). Drei Minuten später 100-prozentige Chance für Höhenleitner. Nach tollem Doppelpass mit Furchner war das Tor links offen. "Höhi" schoss in die Mitte und traf nur den klasse reagierenden Torwart John Curry (37.).
Und die Hamburger? Die profitierten von einem Abspielfehler Stephen Werners und erzielten 48Sekunden vor der Sirene mit einem 3-auf-2-Konter das 1:3 – zweite Pause.
Im Schlussdrittel war der EHC das bessere Team. Mit dem ersten Verteidiger-Tor durch Sloan verkürzte er auf 2:3 (45.). Mehr sprang nicht heraus. Auch nicht, als Trainer Pavel Gross 51Sekunden vor Schluss den Torwart zugunsten eines sechsten Feldspielers rausnahm. Die Grizzlys betrieben hohen Aufwand, brachten sich aber gegen effiziente Freezers selbst um den Sieg.

