Höhenleitner ist krank: Nun bloß nicht noch Baby-Alarm
EHC Wolfsburg plagt sich vor DEL-Spiel in Köln mit Personalsorgen herum. Bis zu zwei Stürmer können noch ausfallen.
Mit nur 18Spielern reiste Eishockey-Vizemeister EHCWolfsburg am Donnerstag nach Köln an. Zu den bekannten Ausfällen gesellte sich ein weiterer: Der grippekranke Christoph Höhenleitner trat die Busfahrt nicht an. Fühlt sich der Stürmer am Freitagmorgen besser, reist er der Mannschaft hinterher und spielt am Abend (Beginn 19.05Uhr, live auf Sky) gegen die Haie.
Christopher Fischer hingegen geht es besser. Er absolvierte am Donnerstag das komplette Mannschaftstraining. Die Infusionen der vergangenen Tage haben geholfen. Nun hofft Cheftrainer Pavel Gross, dass Mannschaftsarzt Dr.Nazem Hamade auch Höhenleitner rechtzeitig aufpäppelt.
Ein weiterer Wackelkandidat ist in diesen Tagen immer auch John Laliberte. Dessen Ehefrau Candace ist hochschwanger. Geburtstermin ist nächste Woche. Sollten die Wehen früher einsetzen, wird der US-Boy – wie in solchen Fällen üblich – freigestellt, um bei der Geburt dabei sein zu können.
Im Tor steht erneut Daniar Dshunussow. Dessen Stellenwert als unumstrittene Nummer1 manifestiert sich mit jeder weiteren Woche. In den bisher 23Spielen kam Neuzugang Lukas Lang nur viermal zum Einsatz. Die Eiszeit in Minuten beträgt 1165:221 zugunsten Dshunussows. Zu Lang, den Gross vor einer Woche gegen Berlin aus Leistungsgründen auf die Tribüne verbannt hatte, will der Trainer derzeit nur sagen: "Wenn er seine Chance bekommt, muss er sie nutzen." Eigentlich hatte sich das Torhüter-Gespann gegenseitig antreiben sollen.
Gross erwartet aber nicht nur von Lang Topleistungen. Nach zuletzt vier Siegen in Folge warnt er vor Selbstzufriedenheit. "Wir haben keinen Grund, zufrieden zu sein, nur weil wir ein paar Spiele gewonnen haben. Wir müssen weiter hart arbeiten. Beide Wochenend-Gegner werden uns alles abverlangen."
Das erste Duell mit Köln hatten die Grizzlys am dritten Spieltag zu Hause mit 3:0 gewonnen. Die Haie können erstmals wieder auf die genesenen Jonathan D‘Aversa und Kevin Lavallée zurückgreifen. Damit ist ihre Abwehr komplett. Im Sturm fehlen Tino Boos (Fingerbruch) und Brett Breitkreutz (gesperrt).
Am Sonntag (14.30Uhr, Eis-Arena) geht es gegen das laut Gross "beste Team der Liga". Gemeint ist Meister Berlin. Den hatte der EHC aber vor einer Woche an gleicher Stelle 5:2 besiegt. 2600Tickets wurden bisher im Vorverkauf abgesetzt. Der Saison-Zuschauerrekord aus dem Hannover-Heimspiel (2968) könnte fallen. "Ich denke, den knacken wir", sagt Geschäftsführer Rainer Schumacher. Weil außer dem EHC-Match zeitgleich zwei weitere Großveranstaltungen im Allerpark und Schloss stattfinden, öffnet die Stadt den Bedarfsparkplatz an der Oebisfelder Straße (B 188).

