Heimschwäche des EHC hält an
Wolfsburg Der EHC bleibt am Tabellenende der DEL. Die Mannschaft von Trainer Pavel Gross verlor am Sonntag mit 3:5 (1:2, 0:2, 2:1) gegen die Hamburg Freezers.
Somit warten die Grizzlys weiter auf den ersten Drei-Punkte-Sieg in der Eis-Arena. Vor knapp 2000 Zuschauern trafen Brandon Reid (8. und 13. Minute), Jamie Benn (30., 52.) und Kevin Schmidt (33.) für die Gäste. Sebastian Furchner (18.), Vincenz Mayer (46.) und Greg Moore (47.) waren für die Wolfsburger erfolgreich.
Der EHC konnte nicht an die gute Leistung beim Auswärtssieg am Freitag in Düsseldorf anknüpfen. Das kritisierte auch Coach Gross: „Hamburg war 60 Minuten ganz klar besser, weil die Freezers von der ersten Minute an bereit waren.“ Die Einstellung passte Gross nicht: „Wenn wir heute die Bereitschaft gezeigt hätten wie in Düsseldorf, dann hätten wir ein anderes Ergebnis erzielt.“
Zwei individuelle Fehler nutzte der Hamburger Reid eiskalt aus. Vor dem 0:1 ließ Aaron Brocklehurst bei Wolfsburger Überzahl den Puck an der blauen Linie durchrutschen. Vor dem 0:2 servierte Robbie Bina die Scheibe dem Gegner quasi auf den Schläger. „Wir haben zu einfache Gegentore bekommen und uns praktisch selbst geschlagen. Wir müssen hinten einfacher spielen“, räumte Armin Wurm ein.
Immerhin gelang Furchner mit einem Volleyschuss aus der Luft im ersten Drittel noch der Anschlusstreffer. Doch auch der Doppeltorschütze vom Freitag musste nach dem gestrigen Spiel eine insgesamt schwache Leistung eingestehen: „Es reicht nicht, 35 oder 45 Minuten gut zu spielen. Es müssen 60 Minuten sein“, sagte Furchner.
Auch das 1:3 kassierten die Wolfsburger in Überzahl. Nach einem Scheibenverlust im gegnerischen Drittel achtete keiner auf NHL-Star Benn, der gekonnt vollstreckte. Mit einem richtigen Knaller in den Winkel zum 4:1 sorgte Schmidt für die vermeintliche Vorentscheidung.
Doch der EHC kämpfte und meldete sich im Schlussabschnitt noch einmal zurück. Mayer profitierte von einem Hamburger Wechselfehler und verkürzte auf 2:4. Nur 1:18 Minute später erzielte Moore mit einem Rückhand-Treffer den Anschluss. Die Grizzlys waren wieder da. Gross nahm eine Auszeit und drängte auf den Ausgleich. Doch in dieser Phase kassierte Brocklehurst eine Zwei-Minuten-Strafe – zu Unrecht, wie Gross meinte und sich an der Bande furchtbar darüber aufregte. Doch seine Proteste nützten nichts. Im Powerplay markierte Benn das 5:3.
Bereits sechs Minuten vor dem Ende nahm Gross dann Torwart Daniar Dshunussow zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis. Doch alle Bemühungen brachten nichts Zählbares mehr ein. Der EHC kassierte seine fünfte Heimpleite in dieser Saison.
Gross’ Fazit: „In Düsseldorf haben wir gewonnen, weil wir einfach gespielt haben. Zu Hause wollen wir zu schön spielen.“

