„Grüße von Charly“ – Fliegauf geht es besser
Wolfsburg Das Spiel gegen Hamburg wird der EHC-Sportdirektor aber wohl verpassen.
Gute Nachricht aus Kanada: Der an einer Augen-Infektion erkrankte Charly Fliegauf befindet sich nach eigener Aussage auf dem Weg der Besserung. Gestern sah es so aus, als ob der Sportdirektor des Eishockey-Erstligisten EHC Wolfsburg um eine Operation herumkommt.
Das ließ Fliegauf durch Christopher Gerlach, Medienbeauftragter des Klubs, ausrichten. „Charly hat erzählt, dass es ihm am Freitag erstmals wieder ein bisschen besser ging“, berichtet Gerlach. Die Ärzte in der Universitätsklinik in Toronto hatten eine schwere bakterielle Infektion diagnostiziert. Die sorgte dafür, dass sich ein Abszess bildete. Erst alle 15, später alle 60 Minuten musste das betroffene Auge getropft werden. Zusätzlich bekam Fliegauf weitere Medikamente.
Mittlerweile ist Angela Fliegauf, die Ehefrau des EHC-Sportdirektors, vor Ort eingetroffen. Der Rückflug soll – wie geplant – am Montag von New York aus angetreten werden, falls es Fliegaufs Gesundheitszustand zulässt. Am Dienstag würde er dann in Hamburg landen, wo sein Team am Abend zum Auswärtsspiel bei den Freezers gastiert. Dem wollte Fliegauf eigentlich wie gewohnt beiwohnen. Doch daraus wird nun nichts. Von Hamburg geht es für ihn direkt zurück nach Wolfsburg, wie Gerlach weiter berichtet. Die behandelnden Ärzte aus Toronto haben bereits Kontakt zu einem Wolfsburger Augenspezialisten aufgenommen, der die Behandlung nahtlos fortführen soll.
Dass Fans und Kollegen um seinen Gesundheitszustand besorgt sind, rührt Fliegauf. „Ich soll allen herzliche Grüße von Charly ausrichten“, sagt Gerlach. Aufgrund seiner verbindlichen und fannahen Art ist der Sportdirektor beliebt bei den Anhängern und wird sicher beim nächsten Heimspiel einen aufmunternden Applaus bekommen.
Fliegauf war in der Nacht von Sonntag zu Montag nach Nordamerika aufgebrochen, um in der dortigen AHL Spieler zu scouten. Wegen eines geröteten Auges hatte er nach seiner Ankunft einen Arzt aufgesucht, der ihn sofort zu den Spezialisten überwiesen hatte.


