Gross warnt vor dem Tabellenletzten
Wolfsburg Von der Papierform ist es eine eindeutige Sache: Wolfsburg ist im Heimspiel gegen Hannover am Freitag (19.30 Uhr, Eis-Arena) klarer Favorit.
Doch EHC-Trainer Pavel Gross warnt: „Ich erwarte ein sehr knappes Spiel.“
Mit 66 Punkten belegen die Grizzlys den vierten Platz in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL). Die Scorpions haben in ebenfalls 39 Spielen 30 Zähler weniger eingefahren und sind mit Abstand Schlusslicht. Erstmals seit dem Aufstieg vor 16 Jahren droht der letzte Tabellenplatz nach der Vorrunde.
„Wir wollen auf keinen Fall Letzter bleiben“, betont Scorpions-Trainer Toni Krinner. „Die knappen Ergebnisse zuletzt haben gezeigt, dass wir die Saison noch nicht abgeschrieben haben“, so der ehemalige EHC-Coach weiter. Allerdings, räumt Krinner ein, sei der bisherige Verlauf „völlig enttäuschend“.
Auch gegen Wolfsburg gab es für die Hannoveraner in den vorangegangenen zwei Duellen nichts zu holen. 3:2 gewann der EHC sein Heimspiel, 3:0 siegte er in der Landeshauptstadt. „Die Wolfsburger sind klarer Favorit, auch aufgrund ihrer Heimstärke. Sie haben am Sonntag in Augsburg eine Klatsche bekommen und werden die Woche über intensiv gearbeitet haben“, sagt Krinner und fügt hinzu: „Ich rechne in den ersten fünf Minuten mit viel Druck des EHC und erwarte ein körperbetontes Spiel.“
Krinners ehemaliger Co-Trainer auf der Gegenseite mahnt seine Spieler und die Zuschauer zur Geduld. „Derbys haben ihre eigenen Gesetze. Es würde mich nicht überraschen, wenn es nach 40 Minuten noch unentschieden steht. Wenn man ein, zwei Fehler macht, liegt man schnell hinten. Meine Jungs wissen, dass sie Respekt haben müssen“, erklärt Gross.
Gegen die Scorpions und am Sonntag (14.30 Uhr) gegen München setzt Gross auch auf die Unterstützung der Zuschauer. Mehr als 3000 Fans werden heute in der Eis-Arena erwartet, am Sonntag ist die Halle sogar ausverkauft. „Für viele Spieler ist das ein neues Gefühl, vor voller Halle zu spielen. Sie müssen clever sein und ihren Job machen und dürfen sich keine Extras erlauben“, betont Gross.
