Gross hofft auf Schoppers Einsatz
Ob der EHC-Verteidiger heute in Straubing spielt, entscheidet sich kurzfristig – Fest steht: Lang hütet das Tor
Benedikt Schopper droht, dem Eishockey-Erstligisten EHC Wolfsburg in Straubing auszufallen. Sicher dabei ist Lukas Lang. Er steht im Tor der Grizzlys.
Benedikt Schoppers Einsatz heute in Straubing entscheidet sich womöglich erst kurz vor Spielbeginn. Der Verteidiger des Eishockey-Erstligisten EHC Wolfsburg ging aber gestern zumindest schon wieder aufs Eis.
Von 18.30Uhr an treffen die Grizzlys auf den Tabellenvorletzten. Nach dem Auswärtscoup in Mannheim vom Sonntag (Endstand 5:4) will der Vizemeister nachlegen. Fraglich aber, ob Schopper mitwirken kann. Der Abwehrhüne hatte in Mannheim einen Puck ins Gesicht bekommen und sich eine klaffende Wunde zugezogen, die genäht werden musste. Nach dem Spiel klagte er über Schädelbrummen.
Immerhin: "Es ist keine Gehirnerschütterung", gibt Sportdirektor Charly Fliegauf Entwarnung. Schopper hatte sich in einen Schuss geworfen. Die Scheibe flog unter seinem Helmvisier durch und traf ihn am Kiefer. "Er hatte Glück im Unglück. Ihm geht es schon wieder besser", sagt Trainer Pavel Gross. Der Coach schickte den Verteidiger gestern Nachmittag beim Training in Straubing aufs Eis. "Nun müssen wir schauen, ob es geht und wie er es verkraftet. Es könnte klappen."
Schoppers Ausfall würde die Grizzlys schmerzen. Mit seiner kompromisslosen Spielweise räumt er vor dem eigenen Tor auf und sorgte zuletzt auch mit Schüssen von der blauen Linie für Gefahr vor dem gegnerischen Kasten. Fehlt er, rückt auf jeden Fall der am Sonntag nur auf der Tribüne sitzende 13.Stürmer Vincenz Mayer ins 21er-Aufgebot. Gross kündigt aber an, dass er die bestehenden vier Sturmreihen unverändert lässt und Mayer als Alternative sieht. Kein Angreifer werde zum Verteidiger umfunktioniert, um Schopper zu ersetzen. "Wir spielen in dem Fall halt nur mit sechs statt sieben Verteidigern."
Im Tor kommt Lukas Lang zu seinem vierten Saisoneinsatz. Zuletzt in Mannheim wurde er nach knapp einer Viertelstunde beim Stande von 0:3 eingewechselt und lieferte eine gute Leistung ab. "Lukas hat sich seine Chance verdient. Er wird in Straubing beginnen", sagt Gross.
Der Trainer hatte vor dem Auswärtsdoppelpack drei Punkte als Ziel ausgegeben. "Die haben wir nun gegen Mannheim geholt." Deshalb möchte er den Sieg beim Spitzenreiter nun noch mit Zählern in Straubing vergolden. "Aber dazu müssen wir von Anfang an hellwach sein und hart in der offensiven Zone spielen. Die Straubinger sind läuferisch stark und geben zu Hause richtig Gas."
