Gross froh: Grünes Licht für Top-Stürmer Dzieduszycki
Wolfsburg Der „Diesel“ läuft wieder. EHC-Profi Matt Dzieduszycki gibt in Straubing sein Comeback.
Dreieinhalb Wochen war für Matt Dzieduszycki wegen einer Gehirnerschütterung nicht an Eishockey spielen zu denken. Dienstagabend von 19.30 Uhr an aber gibt der Stürmer des EHC Wolfsburg sein Comeback im DEL-Auswärtsspiel bei den Straubing Tigers.
„Davon gehe ich jedenfalls aus. Wir haben in den vergangenen Tagen Zweikampftraining eingebaut. ,Diesel’ hat nicht zurückgezogen. Das war okay“, sagt EHC-Trainer Pavel Gross und klingt froh. Je nach Spielverlauf und Gesundheitszustand wird sich zeigen, in welche Reihe sich „Diesel“ einreihen darf.
Die Deutschland-Cup-Teilnehmer Kai Hospelt und Norm Milley behalten laut Coach vorerst Neuzugang Justin Mercier als Linksaußen. Die Flügel Aleksander Polaczek und Greg Moore spielten zuletzt mit Center Patrick Pohl. Der eigentliche Rechtsaußen Dzieduszycki kann aber auch in der Mitte spielen. Auch Moore hat die Position vergangene Saison für Augsburg bereits gespielt.
Gross hat Variationsmöglichkeiten. Da auch Adrian Grygiel nach einem Muskelfaserriss wieder voll einsatzfähig ist, stehen dem Trainer elf Angreifer zur Verfügung. Er könnte mit vier Reihen spielen lassen und entweder auf der Center- oder der Außenposition der vierten Reihe abwechselnd einen Spieler hineinrotieren lassen. Letztlich hängt es vom Spielverlauf ab, ob Gross die neun besten Stürmer des Tages in drei Reihen zusammenzieht.
Ähnlich verhält es sich in der Abwehr. Dank Martin Walters Genesung nach einem Fingerbruch tritt der EHC mit sieben Verteidigern in Straubing an. „Martin ist nach seiner Verletzung aber erst einmal die Nummer 7“, sagt Gross. Ob er den Rückkehrer bringt, lässt er offen. Im Tor beginnt voraussichtlich Daniar Dshunussow. Sebastian Vogl ist nach einer leichten Gehirnerschütterung wieder fit. Der kleine Trainingsrückstand ist aber nicht das Hauptargument gegen Vogl, sondern „Dshunis’ starke Leistung beim 4:2-Sieg in Köln.
Der EHC muss die Leistung nun bestätigen. Gross macht Druck: „Das Talent der Spieler interessiert mich nicht, nur noch die Arbeitseinstellung.“ Das bekam schon der suspendierte Niko Dimitrakos zu spüren. Angesichts des wieder gut gefüllten Kaders könnte fehlender Einsatz schnell zu einem Platz auf der Bank oder gar der Tribüne führen.

