Gross fordert besseres Überzahlspiel
EHC-Trainer hofft darauf, dass morgen gegen Hamburg die Spezialteams endlich besser funktionieren
EHC-Trainer Pavel Gross fordert vor dem Spiel gegen die Hamburg Freezers, dass sich das Überzahlspiel seines Teams verbessert.
Wenn morgen der EHC auf Hamburg trifft, wird es auch ein Duell der Spezial-Teams. Die Freezers sind in Überzahl eines der Top-Teams der Liga, die Wolfsburger hinken in der Deutschen Eishockey-Liga bisher noch ihren Erwartungen hinterher.
Deswegen fordert Grizzly-Trainer Pavel Gross auch pünktlich vor dem Spiel gegen Hamburg: Das Überzahlspiel muss sich verbessern. "Es wird langsam Zeit, dass unser Powerplay besser wird", fordert Gross. "Wir können zwar sagen, dass wir eine neue Mannschaft haben, aber wir haben mittlerweile 16Spiele zusammen gespielt. Langsam sollte es klappen", betont der Coach.
Drei Tore haben die Grizzlys erst in Überzahl geschossen. Dazu brauchten sie 27 Versuche. Schlechter in der DEL sind nur die Krefeld Pinguine und die DEG Metro Stars.
An den Formationen will Gross aber nicht großartig basteln. Es geht eher darum, dass jeder Spieler seine Aufgabe im Powerplay versteht. "Wir haben einen Plan für das Überzahlspiel. Damit es klappt, brauchen wir fünf Leute, die sich daran halten. Jeder Spieler hat eine Rolle. Und die Jungs müssen es ausprobieren, um zu sehen, ob es so funktioniert", erklärt Gross. Ein Beispiel: das Passspiel. "Wir laufen zu viel mit der Scheibe. Aber wir müssen den Puck laufen lassen. Die Kleinigkeiten, die uns in der vergangenen Saison stark gemacht haben, machen wir bisher nicht", so Gross weiter.
Und der Coach legt noch nach: "Wir spielen oft zu kompliziert. Wir müssen begreifen, dass Powerplay nicht erst in der gegnerischen Zone beginnt, sondern schon beim Aufbauspiel. Gerade das muss besser werden."
Hamburg hingegen zeigt, wie gutes Überzahlspiel funktioniert und führt sogar die Powerplay-Statistik an. Bei 39Versuchen kamen die Freezers auf 11Treffer. "Sie haben viele ligaerfahrene Spieler in der Mannschaft. Sie agieren sehr homogen in Überzahl", lobt Gross den Gegner.
Daher wird morgen auch spielentscheidend sein, dass die Grizzlys möglichst wenig Strafzeiten kassieren. "Darüber haben wir auch noch einmal beim Video-Meeting gesprochen", verrät der Coach. Vor allem auf Strafen wie Haken und Beinstellen würde er dabei gern verzichten. "Fouls mit dem Schläger passieren dann, wenn man nicht genug läuft", erklärt Gross.
Dass Über- und Unterzahl Spiele entscheiden können, hat die Partie bei den Pinguinen bewiesen. "Da hat Krefeld seine Chancen genutzt, wir aber nicht. Das war schon entscheidend", meint Gross.



