Grizzlys wehren sich gegen die rote Laterne
Wolfsburg Der EHC Wolfsburg muss den 5:2-Sieg im Kellerduell gegen die DEG teuer bezahlen. Justin Mercier und Vincenz Mayer drohen lange Sperren.
Die rote Laterne leuchtet weiter am Rhein. Im Kellerduell der Deutschen Eishockey-Liga bissen sich die Grizzlys zu einem verdienten 5:2 (2:0, 3:0, 0:2)-Heimsieg über Schlusslicht Düsseldorfer EG durch. Angesichts der Überlegenheit drängte sich die Frage auf, warum beide Teams vor dem Spiel in der Tabelle nur durch zwei Punkte voneinander getrennt waren.
Christoph Höhenleitner (2. Minute), Benedikt Schopper (8.), Matt Dzieduszycki (22.), Sebastian Furchner (26.) und Norm Milley (40.) schossen die EHC-Tore. Erst kurz vor Schluss kam die DEG durch Travis Turnbull (57./Überzahl) und Andreas Martinsen (57.) binnen 18 Sekunden zu den Anschlusstreffern.
Nach 1:43 Minuten schloss „Höhi“ einen von Adrian Grygiel und Vincenz Mayer schön eingeleiteten Angriff zum 1:0 ab. Direkt mit Ablauf einer 120-sekündigen Düsseldorfer 3:5-Unterzahl traf Schopper zum 2:0. Justin Mercier (12.) vergab die nächste dicke Chance – und ging kurz darauf duschen. Der Kanadier hatte sich bei einem Gerangel an der Bande vom auf der DEG-Bank stehenden Turnbull provozieren lassen, reagierte mit einem Kopfstoß. Folge: Matchstrafe! Für einen solchen Verstoß verhängte die DEL in der Vergangenheit Sperren zwischen einem und vier Spielen. Am Montag beschäftigt sich der Disziplinaraussschuss mit den Fällen.
Die anschließende fünfminütige Unterzahl überstand der EHC schadlos. Die Gäste waren spielerisch limitiert. Dafür brachten sie reichlich Nickeligkeiten ins Spiel. Versteckte Fouls, Haken und Rudelbildung waren an der Tagesordnung.
Kurios die Entstehung des 3:0: Ashton Rome teilte einen harten Check hinter dem EHC-Tor gegen Robbie Bina aus. Die Schiedsrichter sahen aber kein Foul, der Puck landete hinter dem DEG-Tor. Die Düsseldorfer hörten aber in Erwartung einer Unterbrechung auf zu spielen. Dzieduszycki holte sich die Scheibe und schob ein. Der Treffer zählte.
Dann polierten die Grizzlys ihre Powerplay-Bilanz auf: Furchner bei 5 gegen 4 und Milley in einer 5-gegen-3-Situation (statistisch aber schon 5 gegen 4) erhöhten auf 5:0.
Im Schlussdrittel ließ der EHC in den letzten fünf Minuten nach, handelte sich unnötige Strafen ein. Bei 4 gegen 5 gab es das 5:1, 17 Sekunden später das 5:2. Plötzlich hatten die Gäste noch einmal 1:47 Minuten 5 gegen 3. Dann aber hielten Wolfsburgs Penaltykiller wieder stand.
