Grizzlys sind das beste Team in 2012
Wolfsburg Der EHC Wolfsburg befindet sich in der Erfolgsspur. Die Statistik fürs Jahr 2012 weist die Grizzlys als punktbestes DEL-Team aus.
Der EHC Wolfsburg ist das beste Team 2012 in der Deutschen Eishockey-Liga! Seit Jahresbeginn holten die Grizzlys 38 Punkte und kletterten seit dem 3. Januar von Rang 5 auf 3. Zum Hauptrunden-Abschluss greifen sie nun die Tabellenspitze an.
Zum Jahreswechsel lag der EHC noch 14 Punkte hinter dem damaligen Tabellenführer Mannheim, 11 hinter Berlin und 9 hinter Ingolstadt zurück. Doch während die Grizzlys durchstarteten und ihre Ausbeute von 1,61 auf 2,00 Punkte pro Spiel in 2012 steigerten, war der Trend bei den drei Konkurrenten um Platz 1 rückläufig. Am stärksten brachen die Mannheimer ein. Nur 23 Zähler (1,28 pro Spiel) holten sie im neuen Jahr und fielen hinter Wolfsburg zurück. Auch Meister Berlin (29/1,53) verlor an Konstanz und hat ebenso wie Ingolstadt (31/1,72) nur noch zwei Punkte Vorsprung vor dem EHC.
Im Kampf um Platz 2 hat es das Team von Trainer Pavel Gross selbst in der Hand. Mit einem Drei-Punkte-Sieg am Freitag (19.30 Uhr) im Heimspiel gegen Ingolstadt können die Grizzlys den aktuellen Tabellenzweiten überholen. „Das Match wird eine gute Einstimmung auf die Play-offs“, sagt Stürmer Sebastian Furchner. Bislang ist die Saisonbilanz des EHC gegen die Panther aber negativ. 2:4 und 0:4 gingen die Auswärtsspiele verloren. Zu Hause gab es einen knappen 2:1-Sieg. Deshalb sagt Verteidiger Benedikt Kohl: „Es ist wichtig, dass wir den Ingolstädtern noch einmal zeigen, dass wir sie schlagen können.“ Denn möglich, dass sich beide Teams im späteren Verlauf der Play-offs noch einmal als Gegner gegenüberstehen.
Was aber hat die in der ersten Saisonhälfte noch mittelmäßigen Grizzlys zum aktuell heißesten Team der Liga gemacht? Vermutlich harte Arbeit nach dem großen Umbruch und ein Schlüsselerlebnis, das den Teamgeist förderte. Das denken jedenfalls Furchner und Kohl. Inklusive der drei verletzungsbedingten Nachverpflichtungen Patrick Pohl, Marvin Degon und Adrian Foster mussten die Coaches 15 neue Akteure im Vergleich zum Vorjahr integrieren. „So viele Wechsel hatte ich bisher nur in meinem ersten EHC-Jahr erlebt, als ich selbst neu war. Ich wusste nicht, was für ein langer Prozess vor uns liegt. Das war in der ersten Hälfte sicher ein Faktor“, sagt Furchner. Erst im Dezember sei der EHC besser in Fahrt gekommen.
Den endgültigen Wendepunkt habe die Mannschaft zwischen Weihnachten und Neujahr erreicht, beim Spengler-Cup im schweizerischen Davos. Trotz einiger Verletzungsausfälle verkauften sich die Grizzlys beim renommiertesten Klub-Turnier gut und schlugen sogar das Team Kanada. „Die Zeit in Davos, wo auch unsere Familien dabei waren, hat uns zusammengeschweißt. Das war das gemeinsame Erlebnis, das wir brauchten“, berichtet Furchner. Und Kohl ergänzt: „Aus der Schweiz haben wir ein gutes Gefühl mitgenommen.“
Das trägt seitdem den EHC. Selbst vom Ausfall von bis zu sieben Spielern ließ sich der amtierende DEL-Vizemeister nicht stoppen. Drei Drei-Punkte-Siege in Folge haben die Grizzlys schon wieder als kleine Serie vorzuweisen. Nummer 4 und 5 (am Sonntag in Hannover) sollen hinzukommen. Dann wäre der EHC auf jeden Fall Zweiter und könnte im Falle eines Berliner Ausrutschers gegen Straubing oder Köln sogar noch seinen Hauptrunden-Titel aus dem Vorjahr verteidigen. Der Trend spricht jedenfalls für die bislang beste Mannschaft 2012.
DEL-Tabelle Punkte aus 2012
Spiele Tore Punkte pro Spiel
1. Wolfsburg 19 74:44 38 2,00
2. Augsburg18 54:43 35 1,94
3. Iserlohn18 55:41 32 1,78
4. Düsseldorf18 57:53 32 1,78
5. Ingolstadt18 59:56 31 1,72
6. Straubing18 56:46 29 1,61
7. Krefeld18 42:47 28 1,56
8. Berlin19 53:59 29 1,53
9. Köln19 48:57 26 1,37
10. Hamburg19 45:55 25 1,32
11. Mannheim18 51:56 23 1,28
12. Nürnberg19 49:55 24 1,26
13. München18 34:48 20 1,11
14. Hannover17 37:54 12 0,71


